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Aus dem Archiv von sportschau.de
11.02.2012 | 02:11 Uhr
Nach Viertelfinalniederlage gegen Deutschland
Unmittelbar nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen WM-Gastgeber Deutschland hat der argentinische Fußball-Nationaltrainer Jose Pekerman seinen Rücktritt angekündigt.
Kündigt Rücktritt an: Argentiniens Coach Jose Pekerman
"Es ist aus. Das Kapitel ist geschlossen. Ich werde bestimmt nicht weitermachen", erklärte der Coach des zweimaligen Weltmeisters, der mit seinem Team ein 1:1 nach 120 Minuten im Berliner Olympiastadion erkämpft hatte. Pekermann war jahrelang Nachwuchstrainer im argentinischen Verband. Die "Gauchos" waren mit dem Anspruch nach Deutschland gereist, ins Finale zu kommen.
Allerdings sah der Argentinier nicht komplett schwarz. "Die Mannschaft gibt uns viel Optimismus", sagte Pekerman nach der unglücklichen Niederlage. "Diese Jungs demonstrieren das Niveau des argentinischen Fußballs. Sie sind großartige und talentierte Spieler und sie treten wie eine Mannschaft auf."
Vier Jahre nach dem kläglichen Vorrunden-Aus in Japan und Südkorea ist Argentinien wieder eine hoch beachtete Fußball-Macht - zum größten Teil ein Verdienst von Pekerman. Denn der Coach, der bislang noch nie eine Vereinsmannschaft trainierte, bildete nicht nur die meisten Spieler seines Nationalmannschaftskaders selbst aus, mit elf Profis holte er auch seine Junioren-Titel als Coach der argentinischen U20. Er formte sie in seinen zwei Jahren seit der Amtsübernahme im Herbst 2004 nach dem Olympiasieg mit Vorgänger Marcelo Bielsa auch zu einer harmonischen Einheit. "Wir haben 23 Stammspieler", betonte Pekerman bis zuletzt.
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Ausgerechnet der schon zu seinen Junioren-Trainerzeiten als gewiefter Taktiker gepriesene Pekerman griff mit seinen Auswechslungen gegen Deutschland völlig daneben, nachdem er schon beim WM-Aufakt gegen die Elfenbeinküste für Verwunderung gesorgt hatte. Nach einer 2:0-Führung gegen die Afrikaner hatte er seine beiden Torschützen - Hernán Crespo und Javier Saviola - rausgenommen. Am Ende wäre es beinahe schief gegangen, doch rettete die Mannschaft ein 2:1 über die Zeit.
Gegen Deutschland ging der Pekerman-Plan nicht mehr auf. Mit der Herausnahme von Spielmacher Juan Román Riquelme raubte er dem Team den Kopf der Mannschaft. In Crespo holte er auch noch den gefährlichsten Stürmer vom Platz. "Ich hatte stets das Gefühl, dass wir besser waren als Deutschland, aber das reicht eben nicht aus für einen Sieg", meinte Pekerman nachher. Zumindest mit dieser Einschätzung lag der Trainer an diesem Abend richtig.
sid | Stand: 01.07.2006, 15:11 Uhr
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