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Aus dem Archiv von sportschau.de
09.02.2012 | 01:04 Uhr
Deutsche Elf zieht ins WM-Viertelfinale ein
Von Johannes Herold
Seit Samstagabend, 18.45 Uhr, ist Deutschland in den engen Favoritenkreis für den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 aufgerückt. Die Nationalelf besiegte Schweden mit 2:0. Beide Treffer erzielte Lukas Podolski.
Podolski und Miroslav Klose avancieren nun endgültig zum Traumduo im Sturm einer Fußball-Elf. Bereits in der fünften Spielminute - die 60.000 Zuschauer schrien sich in der restlos gefüllten Münchner WM-Arena gerade noch die große Anspannung von der Seele - verabreichte das Pärchen bereits die erste Beruhigungspille. Klose zog an der Strafraumgrenze vier Schweden auf sich, die den Bremer Stürmer dennoch zum Abschluss kommen ließen. Schwedens Keeper Isaksson konnte den Ball nur abprallen lassen, Lukas Podolski stand genau richtig und brachte Deutschland mit einem platzierten Flachschuss früh in Führung.
Beinahe alle Spannung aus der Partie nahm Klose, der bislang die Torschützenliste der WM mit vier Treffern anführt, als er in der zwölften Minute gegen drei schwedische Abwehrakteure zum Schuss ansetzte. Diesmal legte er das Leder aber mit einem kleinen, feinen Pässchen auf Podolski ab, der hinter ihm Richtung Strafraum kreuzte. Der Ex-Kölner zirkelte den Ball wunderschön links am Schlussmann vorbei ins Tor - 2:0.
Beinahe jeder Spieler der Nationalelf beteiligte sich in der Folge am launigen Schießen aufs Tor der Skandinavier: Michael Ballack, Torsten Frings, Bernd Schneider, Bastian Schweinsteiger - alle scheiterten entweder am langen Isaksson oder daran, dass das Tor einige wenige Zentimeter zu klein zu sein schien.
Schwedische Angriffe in der Hitze von München? Erschreckend wenige. Henrik Larsson aus spitzem Winkel von halblinks in der 9. Minute - Lehmann pariert. Halbwegs gefährliche Ecke von links - Lehmann mit einer Hand. In der 40. Minute vereitelte wiederum Jens Lehmann die größte Chance der Nordländer: Ibrahimovic hatte Metzelder ausgetanzt und aus kurzer Distanz von halbrechts das rechte untere Ecke des deutschen Tores zu treffen gesucht. Die schwedische Aussichten auf ein Weiterkommen erlitten zusätzlich in der 35. Minute einen Dämpfer, als Teddy Lucic, vorgesehen als Bewacher für Miroslav Klose, überfordert sein zweites gelbwürdiges Foul beging und vom brasilianischen Schiedsrichter frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Bei 33 Grad Celsius in München nicht unwillkommen, zu diesem Zeitpunkt aber sicherlich unerwünscht.
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Während Kapitän Michael Ballack in der zweiten Halbzeit ein halbes Dutzend Chancen zum kollektiven Torjubel vergab, brach die schwedische Moral wohl komplett in Minute 51: Christoph Metzelder wurde von Henrik Larsson in einen Zweikampf verwickelt, den der Schwede mit einer Bauchlandung abschloss. Die Reaktion des Schiedsrichters: ein Elfmeterpfiff zum Erstaunen aller. Larsson wollte es selbst machen gegen Jens Lehmann - der Ball schrammte beim Strafstoß nicht einmal die Latte, das Leder ging glatt über den Querbalken.
Mit reduzierter Kraft setzte die deutsche Elf ihre Angriffsbemühungen auch in der Schlussviertelstunde fort, aber es blieb beim hoch verdienten 2:0.
Stand: 24.06.2006, 21:00 Uhr
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