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Aus dem Archiv von sportschau.de
08.02.2012 | 18:53 Uhr
Erlass-Entwurf des Innenministeriums
Aus Sorge um das Ansehen von Deutschland in der Welt dürfen Polizisten bei der Fußball-WM (9. Juni bis 9. Juli) unter anderem keinen Drei-Tage-Bart tragen.
Grenzwertig: Längere Haare und Koteletten
Diese und andere Richtlinien zum äußeren Erscheinungsbild der 30.000 Ordnungshüter während des Turniers hat das Innenministerium in einem Erlass-Entwurf zusammengefasst und vorgelegt. Der Erlass soll schon zum 1. Februar in Kraft treten.
Demnach soll nicht nur ein "unrasiertes Auftreten - insbesondere der sogenannte Drei-Tage-Bart" - untersagt sein. Auf dem Index stehen nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel auch der sogenannte "Lagerfeld-Zopf" oder sonstige Haartrachten, die "als Ausdruck einer ausgeprägt individualistischen Haltung wahrgenommen werden".
Verboten sind außerdem "sichtbare Piercings, auch Mundpiercings", sichtbare Tätowierungen sowie mehr als eine Halskette, ein Armband sowie ein "Freundschaftsband" pro Polizist.
Keine großen Ohrstecker
Ohrschmuck dürfen nur Polizistinnen tragen, auf Weisung des
zuständigen Abteilungsleiters im Innenministerium allerdings keine Ohrstecker mit mehr als fünf Millimeter Größe. Make up ist nur zugelassen, soweit es "für eine Polizeibeamtin oder einen Polizeibeamten als sozialadäquat" anzusehen sei.
Begründet wird der Entwurf damit, dass mit "Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft ein gepflegtes Erscheinungsbild unverzichtbar" sei und einen "maßgeblichen Einfluss auf das Vertrauen in der Bevölkerung" habe.
Stand: 15.01.2006, 13:56 Uhr
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