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Confederations Cup 2005

07.02.2012 | 06:05 Uhr

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Nachrichten - Andere Teams

Mexiko - Argentinien 5:6 i.E. (0:0, 0:0 - 1:1 n.V.)

Cambiasso schießt Argentinien ins Finale

Von Stefan Schirrmacher

Argentinien hat im Elfmeterschießen 6:5 gegen Mexiko gewonnen und ist ins Finale des Confederations Cup eingezogen. Esteban Cambiasso versenkte den entschiedenden Elfer im Netz. Im Finale trifft Argentinien am Mittwoch (29.6., 20.45 Uhr, live im Ersten) in Frankfurt auf Weltmeister Brasilien.

Mehr als 40.000 gut gelaunte Zuschauer in Hannover sahen in der ersten Halbzeit ein schwaches Spiel mit wenigen Torgelegenheiten. Die ersatzgeschwächte mexikanische Elf erwischte den besseren Start und wirkte auch in der Folgezeit gedanklich schneller, spritziger und spielfreudiger. In der vierten Spielminute prüfte Stürmer Jaime Lozano den argentinischen Keeper German Lux mit einem strammen Schuss aufs kurze Eck. In der 24. Minute zog der 1,63-Meter große Sinha aus der Distanz ab und zwang Lux erneut zu einer Glanztat.

Das argentinische Zusammenspiel dagegen hakte, und wenn einmal kombiniert wurde, kam der letzte Pass nicht an. Von Roman Riquelme, dem Star des Teams, war zunächst wenig zu sehen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff dribbelte sich Javier Saviola im Strafraum durch und ermöglichte so die Chance für Juan Pablo Sorin, dessen Heber Gonzalo Pineda gerade noch von der Linie kratzte. Ansonsten gab es Schwalben, Fouls und viel Leerlauf auf beiden Seiten.

Mehr Spielfluss in Hälfte zwei

In Hälfte zwei kam dann mehr Spielfluss zustande. Wieder lag die erste gefährliche Torgelegenheit auf Seiten der Mexikaner. Und erneut war es Sinha mit einem Schuss aus rund 20 Metern - der diesmal den Pfosten traf.

Argentinien ließ den Ball etwas besser laufen und kam in der 58. Minute zur zweiten großen Gelegenheit: Fabricio Coloccini kam in aussichtsreicher Position zum Kopfball, scheiterte aber an Torwart Oswaldo Sanchez.

Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit gab es einen offenen Schlagabtausch - den Saviola etwas zu ernst nahm: Nach einem dummen Tritt in die Kniekehle von Pineda sah er in der 89. Minute die Rote Karte. In der Nachspielzeit musste dann auch der Mexikaner Rafael Marquez nach einem brutalen Foul und der darauf folgenden Gelb-Roten früher in die Kabine.

Mehr Platz in der Nachspielzeit

Jubel über den 1:1-Ausgleich: Luciano Figueroa ; Rechte: dpa Jubel über den 1:1-Ausgleich: Luciano Figueroa

In der Verlängerung konnte zunächst kein Team im Spiel zehn gegen zehn den Platz besser nutzen. Dann aber setzte Carlos Salcido zu einem fulminanten Lauf über die linke Flanke an und erzielte kurz vor Ablauf der ersten Verlängerungshälfte mit einem noch abgefälschten Schuss das 1:0.

Danach drehte Argentinien auf und kam durch Luciano Figueroa erst zu einer Riesen-Möglichkeit, dann zum 1:1-Ausgleichstreffer: Im Strafraum-Getümmel nahm er einen Abpraller toll an, schoss ihn in der 110. Minute Torwart Sanchez durch die Beine und erzwang so das Elfmeterschießen.

Spannung im Elfmeterschießen

Luis Perez versenkte den ersten Elfmeter für Mexiko. Dann glich Riquelme aus. Pardo brachte Mexiko 2:1 in Führung. Rodriquez glich erneut aus. Borgetti traf zur 3:2-Führung. Der eingewechselte Aimar glich lässig zum 3:3 Zwischenstand aus. Salcido schoss das 4:3 für Mexiko. Galetti, ebenfalls eingewechselt, glich zum 4:4 aus. Pineda verlud Lux zum 5:4. Sorin traf zum 5:5. Dann hielt Lux den Schuss von Osorio. Cambiasso schoss Argentinien ins Finale.

Javier Zanetti sagte nach der Partie: "Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben am Ende aber verdient gewonnen. Es war für mich heute das 100. Länderspiel, ich widme es meiner Frau und meiner Tochter." Und Mannschaftskamerad Juan Pablo Sorin meinte: "Ich bin sehr glücklich. Wir haben gut gespielt und viel Herz gezeigt. Wir haben im richtigen Moment zurückgeschlagen. Das Finale gegen Brasilien ist ein Klassiker, aber wir haben keine Angst."

Enttäuschung gab es dagegen bei Mexikos Trainer Ricardo La Volpe: "Es war ein großes Spiel, in dem wir lange Zeit die Kontrolle hatten. Der Platzverweis gegen Rafael Marquez war für uns ein großes Problem. Nach der Roten Karte hatten wir starken Druck der Argentinier auszuhalten, am Ende waren wir ziemlich müde."

sr/dpa/sid | Stand: 26.06.2005, 21:19 Uhr

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