Teufelskerl Jacobsen gewinnt erneut
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Vierschanzentournee
Teufelskerl Jacobsen gewinnt erneut
Unfassbar: Trotz eines Fast-Sturzes im ersten Durchgang hat Anders Jacobsen auch das Springen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Die deutschen Springer konnten diesmal kein Wörtchen im Kampf um die Podestplätze mitreden. Mit einer ansprechenden Leistung buchte Routinier Martin Schmitt das Ticket für die nächsten Springen in Innsbruck und Bischofshofen.
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Anders Jacobsen hat auch das zweite Springen der Vierschanzentournee gewonnen. Der Norweger konnte sich nach einem verpatzten ersten Durchgang mit einem Wahnsinnsflug auf 143 Meter noch an allen vorbeischieben. Am Ende verwies der 27-Jährige in Garmisch-Partenkirchen seinen Dauerrivalen Gregor Schlierenzauer um den Hauch von 0,9 Punkten auf den zweiten Platz. Dritter wurde Anders Bardal aus Norwegen. Jacobsen war nach dem Sieg natürlich aus dem Häuschen: "Der erste Sprung war wie ein Helikopter-Flug. Der zweite war viel besser. Es hat richtig viel Spaß gemacht."
Wellinger bester Deutscher
Severin Freund
Die deutschen Springer konnten an die starken Leistungen vom Auftaktspringen diesmal nicht ganz anknüpfen. Bester war noch Youngster Andreas Wellinger mit Rang neun. Martin Schmitt, der nach dem ersten Versuch noch Siebter war, fiel auf den 14. Platz zurück. Andreas Wank wurde Elfter. Die große deutsche Hoffnung Severin Freund belegte den 15. Platz und verlor in der Gesamtwertung an Boden. Freund, der in Oberstdorf noch Dritter geworden war, haderte mit sich und der Schanze: "Die Schanze hier ist eine deutlich andere. Ich konnte mich nicht hundertprozentig mit der Anlage anfreunden. Oberstdorf hat mir besser gelegen." Bundestrainer Werner Schuster war dann auch nicht ganz zufrieden: "Es ist schon schade. Wir haben in der Breite eine gute Dichte. Heute sind wir in der Spitze nicht mitgekommen. Severins letzter Sprung war okay. Heute ist es ein bisschen enttäuschend."
Insgesamt hatten acht Deutschen den Sprung in den Finaldurchgang geschafft. Michael Neumayer, Maximilian Mechler und Danny Queck reihten sich auf den Plätzen 21, 22 und 23 ein. Richard Freitag wurde nur 25. Karl Geiger und Felix Schoft hatten den Finaldurchgang verpasst. Auch zwei weitere prominente Springer waren im zweiten Durchgang von Garmisch-Partenkirchen nicht dabei. Simon Ammann aus der Schweiz und Wolfgang Loitzl aus Österreich.
Freund noch auf Tuchfühlung zu Rang drei
Anders Jacobsen
In der Gesamtwertung nach zwei von vier Springen führt Jacobsen mit 586,3 Punkten vor Schlierenzauer (573,8) und Hilde (547,7). In Lauerstellung und mit nur kleinem Abstand zu Rang drei liegen dahinter Dimitry Vassiliev aus Russland und Severin Freund. Michael Neumayer ist Zehnter, Martin Schmitt liegt auf Rang zwölf. Für das Springen in Innsbruck gab sich Bundestrainer Werner Schuster kämpferisch: "Wir werden jetzt Luft holen und dann in Innsbruck wieder angreifen. Ich hoffe, dass wir unsere Spitzenleute hinbekommen, um vorne mitmischen zu können."
Schmitt bleibt im Tour-Aufgebot
Am Abend nominierte Bundestrainer Schuster jene sechs Springer, die die Tournee in Innsbruck und Bischofshofen fortsetzen werden. Dazu gehört auch Schmitt. "Es war eine sehr knappe Geschichte", sagte Schuster: "Wir haben es nach dem Leistungsprinzip gesehen, Martin gebührt hoher Respekt, er hat sich das verdient." Schmitt hatte sich erst über den zweitklassigen Continentalcup für seine 17. Tournee in Folge qualifiziert. Neben dem Routinier aus Furtwangen fahren wie erwartet auch Severin Freund (Rastbüchl), Richard Freitag (Aue), Michael Neumayer (Berchtesgaden), Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Andreas Wank (Oberhof) nach Österreich. Beendet ist die Tournee dagegen für Maximilian Mechler (Isny), Felix Schoft (Partenkirchen), Danny Queck (Lauscha), Karl Geiger (Oberstdorf), Daniel Wenig und Tobias Bogner (beide Berchtesgaden).
re / dpa | Stand: 01.01.2013, 16:45