Nur Fliegen ist schöner

Das erste Springen ist vorbei: Anders Jacobsen zeigte sich bei seinen beiden Sprüngen in Oberstdorf in Topform. Favorit Gregor Schlierenzauer und Deutschland-Hoffnung Severin Freund hatten das Nachsehen.

Anders Jacobsen

Beim ersten Springen der diesjährigen Vierschanzentournee war der Norweger Anders Jacobsen nicht zu schlagen. Mit Sätzen auf 138 und 139 Meter landete er in Oberstdorf etwas überraschend ganz oben auf dem Treppchen.

Beim ersten Springen der diesjährigen Vierschanzentournee war der Norweger Anders Jacobsen nicht zu schlagen. Mit Sätzen auf 138 und 139 Meter landete er in Oberstdorf etwas überraschend ganz oben auf dem Treppchen.

Sehr zum Ärger von Top-Favorit Gregor Schlierenzauer. Der Österreicher zeigte zwar ebanfalls gute Sprünge auf 134.5 und 138.5 Meter, aber am Ende fehlte die nötige Weite, um Jacobsen den Sieg streitig zu machen. Ärgerlich für Serien-Sieger Schlierenzauer.

Severin Freund hingegen kann mit seiner soliden Leistung zufrieden sein. Er berührte jeweils nach 138.5 und 135.5 Metern wieder den Oberstdorfer Boden. Weitenmäßig lag er damit auch vor Schlierenzauer, aber am Ende fehlten ihm 6.2 Punkte zu Platz zwei.

137.5 und 138.5 Meter standen nach zwei Durchgangen für den Russen Dimitri Wassiliew zu Buche. Eine starke Leistung, mit der nicht unbedingt zu rechnen war. Mit etwas besseren Noten wäre sogar ein Platz auf dem Treppchen möglich gewesen.

Davon konnte Thomas Morgenstern nur träumen. Ein völlig verpatzter erster Sprung ließ alle Tourneesieg-Träume des Österreichers zerplatzen. Nur 119.5 Meter bedeuteten Platz vierzig. In Garmisch-Partenkirchen gibt es die nächste Chance, aber der Gesamtsieg ist nun unerreichbar.

Simon Ammanns Formkurve zeigt eindeutig nach oben. Im ersten Durchgang landete er nach ordentlichen 133.5 Metern, um dann im zweiten einen gewaltigen Satz bei 139 Metern zu stehen. Dennoch fehlten am Ende knapp zehn Punkte zum Podiumsplatz.

Bundestrainer Werner Schuster kann mit der Leistung von Michael Neumayer in Oberstdorf zufrieden sein. Zwar fehlten wie so oft wichtige Punkte der Wertungs-Richter, aber die Weiten stimmten. Der 33-Jährige erreichte 136.5 und 134.5 Meter und Rang acht.

Nach der gelungenen Qualifikation gestern bestätigte Routinier Martin Schmitt auch heute beim ersten Springen seine ansteigende Form. Im ersten Durchgang setzte er sich mit 125 Metern gegen Andreas Wank durch und landete im Finaldurchgang sogar bei 130.5 Metern und damit auf Platz 16.

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