Deutsche Adler gewinnen Windlotterie

Teamspringen in Willingen

Teamspringen von Willingen

Deutsche Adler gewinnen Windlotterie

Rückenwind, eingeschlafener Wind, Aufwind: Das Teamspringen in Willingen bot alles, was ein Skispringen so unberechenbar macht. Die vier deutschen Adler blieben cool und leisteten sich keinen Ausreißer nach unten. Der Lohn war ein knapper Sieg. Einen zweiten Durchgang konnte die Jury nicht mehr verantworten.

Die deutschen Skiadler haben beim Weltcup in Willingen das Teamspringen für sich entschieden. In einem turbulenten Wettkampf ließ das DSV-Team die Vertretungen von Norwegen, Österreich und Slowenien hinter sich. Der Mann des Tages war einmal mehr Severin Freund, doch auch die anderen deutschen Springer leisteten sich keine Aussetzer.

Deutsche bei Windlotterie bärenstark

Gestartet war das zweite Teamspringen der Saison von Gate 20 und mit Rückenwind – danach frischte der Wind auf und die Jury bekam mehr und mehr Probleme. Bei Andreas Wank wurde von Gate 18 auf 14 verkürzt, weil immer mehr Aufwind aufkam. Der Oberhofer musste minutenlang warten, kletterte immer wieder vom Balken. Dann wurden es 127,5 Meter und Platz vier. Österreich, Tschechien und die Slowenen hatten mehr Glück "Es war nur unten guter Wind, da muss man erst mal hinkommen", sagte Wank.

Severin Freund,Andreas Wank,Richard Freitag,Andreas Wellinger

Es blieb ein schwieriger Durchgang, Andreas Wellinger (131.5 Meter) und Richard Freitag (141 Meter) machten ihre Sache ebenfalls gut. Und Severin Freund setzte den glanzvollen Schlusspunkt mit unglaublichen 149 Metern. "Ich wollte die 150 knacken", sagte Freund mit einem Augenzwinkern. Damit ging das DSV-Quartett mit einem knappen Vorsprung von 0,6 Punkten vor Norwegen zur Halbzeit in Führung. "Severin hatte bessere Windverhältnisse. Das war super, mal wieder einen richtig weiten Sprung zu machen. Peter Prevc machte diesmal einen Fehler, den er bei der Vierschanzentournee noch nicht gemacht hatte", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Zweiter Durchgang abgeblasen

FIS-Renndirektor Walter Hofer (r) und FIS Equipment-Kontrolleur Borek Sedlak

FIS-Renndirektor Walter Hofer (r) und FIS Equipment-Kontrolleur Borek Sedlak blickt nach Abbruch des Wettbewerbs im zweiten Durchgang in die Runde.

Doch zu einem zweiten Durchgang kam es nicht mehr. Nach zwei Springern und immer stärker werdenden Wind zog sich die Jury zunächst zurück, um dann den Wettkampf abzusagen. Damit war klar: nach Klingenthal setzte sich auch in Willingen das deutsche Team durch. Auch die knapp geschlagenen Norweger waren nicht unzufrieden. "Wir können damit leben, werden das bei der WM dann umdrehen. Die Entscheidung war absolut richtig", sagte deren Trainer Alexander Stöckl.

rei | Stand: 09.01.2016, 19:31

Skispringen | Weltcupstand Damen

Name P
1. Sara Takanashi 1610
2. Daniela Iraschko-Stolz 1139
3. Maja Vtic 908
4. Jacqueline Seifriedsberger 695
5. Chiara Hölzl 632

Skispringen | Weltcupstand Herren

Name P
1. Peter Prevc 2303
2. Severin Freund 1490
3. Kenneth Gangnes 1348
4. Michael Hayböck 1301
5. Johann André Forfang 1240
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