Severin Freund gewinnt auf der Normalschanze

Severin Freund

Skisprung-Weltcup in Lillehammer

Severin Freund gewinnt auf der Normalschanze

Traumauftakt für das deutsche Skisprung-Team: Im ersten Einzelspringen der Saison in Lillehammer gewann Severin Freund. Starker Fünfter wurde der erst 17-jährige Andreas Wellinger bei seinem Weltcupdebüt, bei den Damen landete Carina Vogt auf Platz vier.

Richard Freitag als Elfter, Michael Neumayer als 18. und Karl Geiger als 21. komplettierten den starken Saisonauftakt der DSV-Adler. Für Youngster Wellinger wäre sogar noch mehr drin gewesen: Nach dem ersten Durchgang hatte der Ruhpoldinger die Konkurrenz angeführt, Freund war nach dem ersten Durchgang Dritter. Anfang 2012 war Wellinger noch erfolgreich bei den Olympischen Jugendspielen im Einsatz: Im Einzel wurde er Vierter, mit der Mannschaft gewann er die Goldmedaille. In seinem ersten Springen im Weltcup unterstrich er sein Potential für die Zukunft.

"Die ersten fünf Leute sind innerhalb von 2,4 Punkten. Das war sehr eng. Aber ich bin sehr glücklich. Ich bin heute im Vergleich zu gestern besser zur Landung gekommen. Ich bin im Moment sehr entspannt, weil ich schmerzfrei bin", freute sich Sieger Freund über den perfekten Saisonauftakt. Auch Bundestrainer Werner Schuster hatte natürlich viel Lob zu verteilen: "Wir freuen uns über diesen tollen Saisonstart. Severin Freund ist sehr stabil, hat trotz seiner Verletzung körperlich gut aufgeholt. Beachtlich, dass er Morgenstern noch abgefangen hat. Wellinger war fantastisch, sehr entschlossen. Im Finale war er aber ein bisschen zu früh." Letzter deutscher Sieger bei einem Saisonstart war Martin Schmitt im Jahr 2000.

Damen-Springen: Vogt verpasst Podest nur knapp

Carina Vogt

Bei den Damen hat Carina Vogt als Vierte das erste Weltcup-Podest ihrer Karriere nur knapp verpasst. Die 20-Jährige aus Degenfeld landete beim Saisonstart in Lillehammer nach Flügen auf 100,0 und 99,5 Meter mit 256,0 Punkten auf dem vierten Platz. Der Sieg ging an die erst 16-järhige Japanerin Sara Takanashi (265,2) vor Gesamtweltcup-Titelverteidigerin Sarah Hendrickson aus den USA (261,4) und der Norwegerin Anette Sagen (258,9).

"Ich freue mich riesig. Nach dem Debakel am Freitag habe ich gezeigt, was ich drauf habe", sagte Vogt, die in der Mixed-Entscheidung keine 24 Stunden vorher noch enttäuscht hatte. Mit schwachen Sprüngen auf 68,0 und 82,0 Meter hatte sie die Hoffnungen des deutschen Mixed-Teams auf einen Podestplatz zerstört. Umso herzlicher fiel nach dem Einzelspringen das Lob von Bundestrainer Werner Schuster aus: "Das war super. Ich freue mich extrem für sie." Erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere sprang Vogt überhaupt in die Top Ten.

Svenja Würth (Bayersbronn/233,0) verpasste auf Platz zwölf die Top Ten knapp, Juliane Seyfahrt (Ruhla/217,4) wurde 23. Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Ulrike Gräßler (Klingenthal), Melanie Faißt (Baiersbronn) und Katharina Althaus (Oberstdorf) schafften es auf den Plätzen 36, 38 und 45 nicht in den zweiten Durchgang.

Stand: 24.11.2012, 16:49

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