Überflieger Stoch mal nicht Erster

Vierschanzentournee

Überflieger Stoch mal nicht Erster

Ein Springer aus Polen hat die Qualifikation zum letzten Springer der Vierschanzentournee im österreichischen Bischofshofen gewonnen. Kamil Stoch war es aber nicht, was Sven Hannawald durchaus optimistisch stimmen dürfte.

Nicht der Führende in der Tourneewertung, Kamil Stoch, machte den besten Sprung des Tages, sondern sein Landsmann Dawid Kubacki. Der Pole kam auf 136 Meter und gewann vor dem Norweger Johann Andre Forfang (135 Meter) und dem Schweizer Simon Amman (136 Meter) die Qualifikation. Stoch wurde nur Fünfter. Er hat bisher alle drei Springen bei dieser Tournee gewonnen und greift den Rekord von Sven Hannawald aus dem Jahr 2001/2002 an.

Die deutschen K.o-Duelle im Überblick


Andreas Wellinger (Ruhpolding/8.) - Elias Tollinger (Österreich/43.)
Markus Eisenbichler (Siegsdorf/9.) - Tomasz Pilch (Polen/42.)
Karl Geiger (Oberstdorf/17.) - Anze Semenic (Slowenien/34.)
Stephan Leyhe (Willingen/26.) - Noriaki Kasai (Japan/25.)
Constantin Schmid (Oberaudorf/33.) - Domen Prevc (Slowenien/18.)
Pius Paschke (Kiefersfelden/47.) - Stefan Kraft (Österreich/4.)

Alle DSV-Adler qualifiziert

Nach dem Tournee-Aus für Richard Freitag waren in der Qualifikation für das letzte Springen der Vierschanzentournee nur noch sechs Deutsche dabei: Constantin Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe, Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger gingen über den Bakken. In die Rolle des Stoch-Verfolgers ist Wellinger (8. Platz in der Quali) geschlüpft. Sein Rückstand ist aber sehr groß: Vor dem letzten Springen hat Stoch auf den Bayern 65 Punkte Vorsprung.

Eisenbichler wurde mit 131 Metern Neunter: "Die Luftfahrt passt, ich bin ganz zufrieden, Der Absprung ist hier schwierig", sagte der Siegsdorfer im Interview. Geiger landete mit 128 Metern auf dem 17. Platz und untermauerte seine aufstrebende Form. Geburtstagskind Leyhe qualifizierte sich als 26. (124,5 Meter): "Beschenkt habe ich mich heute nicht. Ich bin nicht so gut zurechtgekommen auf der Schanze, aber die Abstände nach vorn sind nicht groß." Schmid - ebenfalls 124,5 Meter- wurde 33., Paschke mit 118 Metern 47.

nho/dpa/sid | Stand: 05.01.2018, 18:15

Darstellung: