Freitag stürzt in Innsbruck

Richard Freitag

3. Springen in Innsbruck

Freitag stürzt in Innsbruck

Schockmoment in Innsbruck: Der deutsche Überflieger Richard Freitag stürzt nach einem weiten Flug bei der Landung und muss alle Hoffnungen auf den Tourneesieg begraben.

Freitag stand beim dritten Springen auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck hoch in der Luft, überkreuzte die Ski bei der Landung und schlug hart auf dem Boden auf. Mit 130 Metern qualifizierte er sich zwar als 22. für den zweiten Durchgang, trat allerdings nicht an.

Schmerzen im Hüftbereich

Freitag wurde noch während des Springens ins Krankenhaus gebracht, wo eine Kernspintomographie Klarheit bringen sollte. Freitag klagte vor allem über Schmerzen im linken Hüftbereich. "Wir dürfen uns nicht eingraben. Richard hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Es war ein sehr guter Sprung", erklärte Bundestrainer Werner Schuster, der viel mehr die Verantwortlichen kritisierte. "Es war definitiv zu viel Anlauf und eine falsche Wettkampfführung. So weit darf man hier bei diesen Bedingungen nicht springen lassen.“

Durch Freitags Sturz ist der Weg zum Tourneesieg für Kamil Stoch frei. Der Pole gewann auch in Innsbruck und ist dem historischen Rekord von Sven Hannawald, der alle vier Springen gewann, damit ganz nahe gekommen.

Kraft wünscht Freitag das Beste

Mitgefühl für Freitag hatte indes der Österreicher Stefan Kraft: "Der Sprung war echt 1a. Ich kann Ritschi nur das Beste wünschen und hoffe, dass er morgen wieder springen kann." Kraft galt nach dem Auftaktspringen neben Stoch und Freitag als heißer Siegkandidat, verpasste dann aber in Garmisch-Partenkirchen das Finale und fiel in der Gesamtwertung klar zurück. Auch in Innsbruck lief es für den Österreicher nicht rund. Er kam nicht über Platz 24 heraus.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 04.01.2018, 15.40 Uhr

sst | Stand: 04.01.2018, 14:42

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