DSV-Team mit "Okay-Wettkampf" - Norwegen spitze

Andreas Wank beim Teamspringen in Zakopane (23.01.2016)

Teamspringen Zakopane

DSV-Team mit "Okay-Wettkampf" - Norwegen spitze

Trotz einer Steigerung im zweiten Durchgang sind die deutschen Ski-Adler im Teamspringen in Zakopane leer ausgegangen. Die beste Luft in der Hohen Tatra erwischten die Norweger.

An diesem Abend ging in Zakopane an den Norwegern kein Weg vorbei. Die Skandinavier waren mannschaftlich wieder bestens aufgestellt und holten überlegen den Sieg im Teamspringen. Platz zwei ging an die Österreicher, die sich lange Zeit mit den Norwegern einen Zweikampf geliefert hatten. Volksfeststimmung in der Hohen Tatra, denn Gastgeber Polen feierte einen dritten Platz. Für Deutschland blieb nur der vierte Rang. Bundestrainer Werner Schuster wusste warum: "Es war ein Okay-Wettkampf. Mit Severin Freund hätten wir auch nicht gewonnen."

Vage Hoffnung für Deutschland  

Skisprung-Weltcup in Klingenthal, Bundestrainer Werner Schuster

Werner Schuster

Ohne Severin Freund, der wegen Problemen an der Bandscheibe pausieren musste, hatte DSV-Bundestrainer Werner Schuster sein Team nach dem Leistungsstand ausgerichtet. Mit Andreas Wank und Stephan Leyhe brachte er zunächst die nicht so stark eingeschätzten Springer. "Sie sollen sich wehren", war Schusters Ansage. Der Hinterzartener Wank und Leyhe aus Willingen flogen im ersten Durchgang mittelprächtig, sodass sich Deutschland nach zwei Gruppen auf Rang sechs wiederfand.

Mit Andreas Wellinger (Ruhpolding) kehrte die Hoffnung zurück, der nach 132,5 Metern die DSV-Mannschaft auf Position vier brachte. Danach sollte es Richard Freitag richten, doch der Auer verlor mit 127,5 Metern wieder an Boden. Mussten die deutschen Weitenjäger die Hoffnung auf einen Podestplatz schon jetzt begraben? Es sah fast danach aus. Norwegen mit 542,0 Punkten und Österreich (540,9) waren schon außer Reichweite. Deutschland hinkte mit 501,9 Punkten deutlich hinterher. Mit viel Glück wären noch die Polen zu holen, die auf Rang drei 526,3 Zähler auf dem Konto hatten.

"Wir haben heute zu viele Fehler gemacht"

Andreas Wellinger beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer (6.12.15)

Andreas Wellinger

Im zweiten Durchgang wurden die Deutschen etwas mutiger. Andreas Wank mit einem 125,0-Meter-Sprung und Stephan Leyhe, der sich von 121,5 Metern auf 130,5 steigerte, legten deutlich zu. Was war hier noch drin? Andreas Wellinger brachte mit 132,0 Metern das DSV-Team (907,1 Punkte) auf Sichtweite zu Polen (917,8). Nun war Richard Freitag gefragt. 130,5 Meter waren aber einfach zu wenig, denn Polens Olympiasieger Kamil Stoch wurde von einer Welle auf 135,0 Meter gehoben. Polen hatte Bronze und Deutschland schaute hinterher. "Wir haben ein paar Meter zu viel liegen lassen", erklärte Freitag. Kollege Wellinger pflichtete ihm bei: "Wir wären gern aufs Podest gesprungen. Aber wir haben heute zu viele Fehler gemacht."

jmd/dpa | Stand: 23.01.2016, 17:42

Skispringen | Weltcupstand Damen

Name P
1. Sara Takanashi 1610
2. Daniela Iraschko-Stolz 1139
3. Maja Vtic 908
4. Jacqueline Seifriedsberger 695
5. Chiara Hölzl 632

Skispringen | Weltcupstand Herren

Name P
1. Peter Prevc 2303
2. Severin Freund 1490
3. Kenneth Gangnes 1348
4. Michael Hayböck 1301
5. Johann André Forfang 1240

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