DSV-Quartett springt auf das Podium
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Skispringen in Willingen
DSV-Quartett springt auf das Podium
Willingen ist im "Weltcup-Fieber" – und auch die deutschen Adler sind so richtig infiziert: Zum Auftakt der Team-Tour segelten Michael Neumayer, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Severin Freund im Hochsauerland auf einen guten dritten Platz im Mannschaftsspringen. Besser waren vor einer stimmungsvollen Kulisse und bei guten Bedingungen die vier Springer aus Slowenien und Norwegen. Österreich sprang mit Ausnahme von Gregor Schlierenzauer mit einem "B"-Team und wurde denkbar knapp hinter Deutschland Vierter.
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Die vier Slowenen Jurij Tepes, Jaka Hvala, Peter Prevc und Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec sprangen in einer eigenen Liga und gewannen am Ende deutlich. Slowenien hatte schon das letzte Teamspringen im Rahmen des Weltcups in Zakopane gewonnen und nun bewiesen, dass dieser Sieg keine Eintagsfliege war. Die Dominanz der Slowenen, die mit 18 Punkten Vorsprung gewannen, ist schon überraschend. Im ersten Durchgang war Kranjec mit 139,5 Metern der schwächste Springer der Siegermannschaft. Den großen Vorsprung nach dem ersten Durchgang verteidigten die Slowenen souverän.
Österreich knapp verdrängt
Interessant blieb aber der Kampf um den zweiten Platz, auf den auch Deutschland schielen durfte. Neumayer (139,5/133,5 m), Freitag (136,5/133m), Wellinger (128,5/130 m) und Freund (138,5 m/137,5 m) fehlten am Ende aber fast neun Punkte auf Rang zwei. Dabei lag das DSV-Quartett nach den zweiten Sprüngen von Neumayer und Freitag sogar auf Platz zwei. "Ich bin sehr zufrieden, wie es momentan läuft. Der erste Sprung war eine Sensation, der Zweite war in Ordnung. Ich denke, ich habe eine gute Leistung fürs Team gebracht", war Neumayer ausgesprochen zufrieden. Doch Youngster Wellinger verlor sein Duell gegen Anders Bardal klar. Und auch Schlussspringer Freund flog kürzer als Anders Jacobsen. Am Ende mussten die Deutschen sogar noch um den Platz auf dem Podest bangen. Skisprung-Star Gregor Schlierenzauer brachte Österreich mit einem Satz auf 142 Meter noch mal auf Schlagdistanz – am Ende war Deutschland noch fünf Punkte besser als Österreich. "Das Podium war mit Blick auf die WM gut für die Psyche, daher sind wir zufrieden. Dass es nach ganz vorne schwer wird, war klar", sagte Bundestrainer Werner Schuster.
100.000 Euro: Wer knackt den Jackpot?
Willingen ist der Auftaktort der traditionellen Team-Tour, die fünf Springen beinhaltet. Danach ziehen die Adler nach Klingenthal weiter, wo am Mittwoch ein Einzelspringen stattfindet. Das Finale der Tour steigt schließlich am kommenden Wochenende mit einer Einzel- und einer Teamkonkurrenz auf der Flugschanze in Oberstdorf. Die Nation, die die meisten Punkte gesammelt hat, bekommt satte 100.000 Euro. In den letzten drei Jahren gewann immer Österreich die "fette Beute" und teilte das Geld dann fair unter Sportlern, Betreuern und Helfern auf. Nach dem Auftakt darf bezweifelt werden, ob diesmal wirklich Österreich am großen Geldkuchen naschen wird.
sst / sid | Stand: 09.02.2013, 16:03