Freund fliegt knapp am Podest vorbei

Severin Freund in Vikersund

Skifliegen in Vikersund

Freund fliegt knapp am Podest vorbei

Der Weltrekord ist am Monsterbakken nicht gefallen - aber zwei Springer kamen ihm am Sonntag ziemlich nah. Den Sieg sicherte sich der Saisonüberflieger. Severin Freund flog auch weit, verpasste das Podest aber knapp.

Die deutschen "Ski-Adler" verabschiedeten sich mit zwei Top-15-Plätzen vom Weltcup im norwegischen Vikersund. Bester aus dem DSV-Lager war Severin Freund, der sich über Platz vier zwar nicht glücklich aber zufrieden zeigte. "Es war trotzdem ein extrem geiler Wettkampf und hat viel Spaß gemacht". Den Erfolg feierte aber der Slowene Peter Prevc vor dem Österreicher Stefan Kraft und dem Norweger Andreas Stjernen. Im Gesamtklassement baute der Weltmeister seine Führung vor Freund auf 572 Punkte aus.

Keine Angst vor dem Monsterbakken

Peter Prevc in Vikersund

Den Weltrekord von 251,5 Metern auf dem Monsterbakken in Vikersund konnten die Springer zwar nicht knacken. Der Norweger Andreas Stjernen und Sieger Prevc kamen der Marke aber ziemlich nah. Stjernen schaffte bereits im ersten Durchgang den Sprung auf 249 Meter, seine 242,6 Punkte reichten allerdings nur für Platz drei. Nur 1,7 Punkte dahinter platzierte sich Severin Freund (236,5 Meter/238,7 Punkte) auf Rang vier. "Traumhafte Bedingungen," schwärmte Freund. In Führung lag aber Peter Prevc (237 Meter/243,8 Punkte) vor dem Österreicher Stefan Kraft (238 Meter/242,6 Punkte).

Eisenbichler: "Ziemlich lässig"

Weit ging es im ersten Versuch auch für Markus Eisenbichler, den sein Flug auf 225,5 Meter (203,8 Punkte) trug: "Das war schon ziemlich lässig", so der 24-Jährige, der die Forderung der Trainer - "langer Hals und gib ihm" - perfekt umsetzte und sich als 14. knapp hinter Richard Freitag (223/205,4 Punkte) einreihte. Teamkollege Andreas Wank landete nach 211,5 Metern (188,6) und war als 25. im Finale dabei. Auch Karl Geiger, der zum ersten Mal in seiner Karriere überhaupt die 200 Meter Marke knackte, kam als 30. weiter. Erst nach 215,5 Metern hatte der 23-Jährige aufgesetzt: "Voll geil, hat richtig Spaß gemacht", strahlte er.

Prevc hält die Spannung auch im Finale hoch

Die Top-Ten sorgten dann auch für ein spannendes Finale: Johann André Forfang, setzte mit 243,4 Metern (447,7 Gesamtpunkte) die Konkurrenz unter Druck. Teamkollege Kenneth Gangnes legte auf 248,5 Meter (443,2) nach. Die Luke wurde nach unten verändert, dennoch flog Andre Daniel Tande 242 Meter und holte 454,2 Punkte. Drei Norweger hatten sich an die Spitze gesetzt. Was konnte Severin Freund noch herausholen? Er zog auf 226,5 Meter nach unten und übernahm die Führung. Doch Stjernen, Kraft und Prevc standen noch oben. Die Nerven von Stjernen hielten und er schob sich vor Freund. Kraft sicherte sich mit 231 Metern Platz zwei auf dem Podest. Doch Prevc ließ sich den Sieg nicht nehmen. Sein Satz über 249 Meter (469) sicherte ihm den verdienten Erfolg - und das, obwohl er nach der Landung in den Schnee griff.

Für den DSV hatte Eisenbichler zwar mit leichten Turbulenzen gekämpft, schaffte es aber auf 218,5 Meter. Mit 401,7 Punkten wurde er als 15. noch vor Freitag (209,5/390,5/17.) zweitbester Deutscher. Wank konnte sich noch steigern, mit 212 Metern erhöhte er auf 380,9 Zähler und rückte bis auf Platz 19 vor. "Ich kann zufrieden sein. Ein versöhnlicher Ausgang." Auch Geiger gelang im zweiten Durchgang ein guter Sprung über 200 Meter und 355,4 Punkten sogar noch auf Rang 28.

mla | Stand: 14.02.2016, 17:49

Skispringen | Weltcupstand Damen

Name P
1. Sara Takanashi 200
2. Yuki Ito 160
3. Jacqueline Seifriedsberger 110
4. Maja Vtic 90
4. Daniela Iraschko-Stolz 90

Skispringen | Weltcupstand Herren

Name P
1. Severin Freund 180
2. Domen Prevc 120
3. Manuel Fettner 110
4. Daniel-André Tande 98
5. Peter Prevc 96
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