Norwegen fliegt allen davon

Johann Andre Forfang, Kenneth Gangnes, Anders Fannemel nd Daniel Andre Tande

Skifliegen in Planica

Norwegen fliegt allen davon

Die deutschen Skiadler blieben beim Teamfliegen von Planica weitgehend unter den Erwartungen. Überragend präsentierten sich dagegen die Norweger. Den weitesten Satz legte aber der Slowene Peter Prevc hin.

Norwegen hat sich am Samstag (19.03.16) im letzten Teamwettbewerb der Saison den Sieg auf der Skiflugschanze von Planica gesichert. Schon im  ersten Durchgang zeigten die Skiflugweltmeister Daniel Andre Tande, Anders Fannemel, Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang eine tolle Form. Sie verwiesen die slowenischen und österreichischen Teams dann auch nach dem zweiten Durchgang auf die Plätze zwei und drei. Norwegen setzte sich auf der Statistiktafel souverän mit 1627,4 Punkten durch. Umgerechnet knapp 49 Weitenmeter dahinter reihte sich Gastgeber Slowenien ein, 0,1 Punkte vor Österreich.  

Prevc mit der Tagesbestweite

Peter Prevc

Mit dem letzten Sprung der slowenischen Mannschaft brachte Saison-Überflieger Peter Prevc die Zuschauer an der Schanze noch einmal zum Jubeln. Seine 246 Meter im zweiten Durchgang waren die größte Weite des Tages und schoben das slowenische Team am Ende knapp an Österreich vorbei.

DSV-Adler fliegen hinterher

Weniger gut lief es für die deutschen Springer, die sich hinter Japan auf Platz fünf einreihten (1473,3 Punkte). Bereits nach der ersten Startgruppe sah es so aus, als könnten sie in Planica nicht um die Podestplätze mitspringen. Bundestrainer Werner Schuster entschied sich für Stephan Leyhe als ersten Springer, bevor Severin Freund, Markus Eisenbichler und Richard Freitag auf Meterjagd gingen.

Leyhes 204 Meter im ersten Sprung bedeuteten schon früh einen großen Rückstand, den auch Severin Freund, der ungewohnte Schwächen zeigte (214 und 219 Meter) und Markus Eisenbichler (207,5 und 209,5 Meter) nicht verkürzen konnten.

Einzig Freitag in guter Skiflug-Verfassung

Lediglich Richard Freitag präsentierte sich in skiflugtauglicher Form und landete mit 230 Metern nur einen Meter hinter seiner persönlichen Bestweite. Im zweiten Durchgang fiel er etwas ab, kam er immerhin noch auf  222 Meter. Mit seinem Wettkampf war er zufrieden. "Ich habe es richtig genossen heute. Es waren schöne Flüge und wenn man das hört im Hintergrund, ist das gigantisch", so Freitag.

Bundestrainer nicht zufrieden

Weniger zufrieden war Bundestrainer Werner Schuster: "Wir haben für diese Schanze zu wenig Substanz in der Mannschaft. Der vierte Platz wäre möglich gewesen, so ist es Platz fünf geworden. Da müssen wir weiter dran arbeiten."

Deutschland hatte die ersten beiden der bisherigen vier Team-Wettbewerbe der laufenden Saison gewonnen und beim Mannschafts-Wettbewerb der Skiflug-WM hinter Norwegen Silber geholt. Bislang hat es lediglich einen deutschen Sieg bei einem Mannschaftsfliegen im Weltcup oder bei Weltmeisterschaften gegeben.

ten | Stand: 19.03.2016, 11:58

Skispringen | Weltcupstand Damen

Name P
1. Sara Takanashi 1610
2. Daniela Iraschko-Stolz 1139
3. Maja Vtic 908
4. Jacqueline Seifriedsberger 695
5. Chiara Hölzl 632

Skispringen | Weltcupstand Herren

Name P
1. Peter Prevc 2303
2. Severin Freund 1490
3. Kenneth Gangnes 1348
4. Michael Hayböck 1301
5. Johann André Forfang 1240

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