Skifliegen am Kulm - Adrenalinkick auf "schwierigster Schanze"

Domen Prevc in Oberstdorf

Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf

Skifliegen am Kulm - Adrenalinkick auf "schwierigster Schanze"

Heute beginnen in der Steiermark die Skiflug-Wochen mit zwei Weltcupspringen und der WM auf den richtig großen Schanzen. Aus dem deutschen Team freut sich ein Springer besonders - der Bundestrainer ist dagegen skeptisch.

Für Bundestrainer Werner Schuster wartet auf die Skispringer am Wochenende in Bad Mitterndorf "die schwierigste Schanze im Jahr". Für andere ist das Springen auf der Skiflugschanze am Kulm der absolute Adrenalinkick. "Ich freue mich riesig auf das Skifliegen" - Andreas Wellinger kann die Weitenjagd in der Steiermark in Österreich kaum erwarten.

Wellinger: "So etwas vorher noch nie gefühlt"

Andreas Wellinger

Andreas Wellinger

Mit der Quali beginnt ab 12.00 Uhr der Weltcup in Bad Mitterndorf. Für Andreas Wellinger kein gewöhnlicher Weltcup. Eine Woche nachdem der 22-Jährige die Vierschanzentournee mit einem starken zweiten Platz beendete kann Wellinger zeigen, dass er der DSV-Adler mit den weitesten Sprüngen ist. An seine ersten Sprünge vom ganz ganz großen Bakken vor einem Jahr erinnert sich Wellinger noch sehr gut: "So etwas habe ich vorher noch nie gefühlt. Ich habe lange nicht mehr so viel Adrenalin im Körper gehabt", sagt Wellinger, der im vergangenen Frühjahr in Vikersund den deutschen Rekord und in Oberstdorf den Schanzenrekord knackte.

Kleines deutsches Team - Freitag-Comeback wohl in Oberstdorf

Wellinger führt das kleine deutsche Team an, zu dem noch Markus Eisenbichler sowie Karl Geiger, Pius Paschke und Stephan Leyhe gehören. Richard Freitag gehört nach seinem Sturz in Innsbruck noch nicht zum Team. Bundestrainer Schuster macht den Fans allerdings Hoffnung auf ein Comeback ebenfalls beim Skifliegen - bei der WM kommende Woche in Oberstdorf: "Die Chancen stehen gut, dass er in Oberstdorf starten kann. Alles andere sind für mich ungelegte Eier."

Ist Kamil Stoch schlagbar?

Die große Frage am Kulm oder auch bei der WM wird sein, ob Tournee- und Weltcup-Überflieger Kamil Stoch schlagbar sein wird. Der Pole dominierte die vergangenen Wochen eindrucksvoll. Dennoch glaubt Schuster, dass der Weltcupspitzenreiter schlagbar ist, schließlich sei Stoch schon beim Tournee-Finale "auf der letzten Rille" gefahren. Neben Wellinger zählen noch der Norweger Robert Johansson, der Mann mit dem Zwirbelbart, der Slowene Peter Prevc, für große Weiten immer gut, der ebenfalls skiflugbegeisterte Johann Andre Forfang oder auch der Österreicher Stefan Kraft zu den Favoriten.

Thema in: B5 Sport, 12.02.2018, 8.55 Uhr

dh/sid | Stand: 12.01.2018, 08:29

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