Freund genial - "Superman" Peter Prevc unschlagbar

Peter Prevc, Vierschanzentournee, Bischofshofen (6.1.16)

Springen in Bischofshofen

Freund genial - "Superman" Peter Prevc unschlagbar

Gegen Peter Prevc ist derzeit kein Herankommen. Der Slowene hatte auch am Tag der Entscheidung in Bischofshofen Nerven wie Drahtseile und flog zum Gesamtsieg. Vor dem 23-Jährigen musste sich auch Severin Freund verneigen, der einen fantastischen zweiten Platz belegte. Den dritten Podestplatz eroberte der Österreicher Michael Hayböck.

Peter Prevc, der "Unschlagbare", war bereits mit einem beruhigenden Vorsprung in die Entscheidung geflogen. Wer aber nun dachte, dass der Slowene einen Sicherheitssprung hinlegte, sah sich getäuscht. Es wurde mit 142,5 Metern wieder ein Riesensatz, der weiteste im Wettkampf. Vor ihm war Severin Freund über den Bakken gegangen und hatte schon mit irren 141 Metern und einer Höchstnote 20 den Grundstein für den Vize-Rang bei der 64. Vierschanzentournee gelegt. Ein tolles Resultat.

Bundestrainer Werner Schuster fand danach die richtige Einschätzung: "Severin hat heute seinen Teil gemacht, aber Peter war einfach besser. Er macht einen guten Job, das muss man einfach anerkennen. Im zweiten Durchgang hätte er schon rückwärts anfahren müssen."

Bestes DSV-Ergebnis seit 13 Jahren mit "Schattenseiten"

Richard Freitag

Richard Freitag haderte mit dem Finale

Für die deutschen Ski-Adler war es das beste Ergebnis bei der deutsch-österreichischen Traditionstour seit 2002/03, als Sven Hannawald ebenfalls Zweiter wurde. Allerdings schwächelten die anderen DSV-Springer im Schatten von Severin Freund etwas. Richard Freitag landete als zweitbester Deutscher auf Rang elf und haderte mit sich: "Ich habe mir heute mehr erhofft, das ist ein bisschen ärgerlich", sagte der Sachse.

Auch die Team-Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Andreas Wank (Hinterzarten) blieben auf den Plätzen 15 und 16 hinter den Erwartungen zurück. In der Gesamtwertung landeten Freitag und Wank auf den Rängen neun und zehn. Die zwei Oberstdorfer Michael Neumayer und Karl Geiger sowie Stephan Leyhe (Willingen) hatten sogar den zweiten Durchgang verpasst, was sich speziell bei Leyhe ärgerlich auswirkte. In der Endabrechnung flog er noch aus den Top-15 raus.

jmd/dpa/sid | Stand: 06.01.2016, 17:50

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