Bauchlandung für zwei ÖSV-Adler
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Vierschanzentournee
Bauchlandung für zwei ÖSV-Adler
Für die erfolgsverwöhnten österreichischen Skispringer gab es in Oberstdorf gleich zwei Nackenschläge. Mit Andreas Kofler und Thomas Morgenstern fielen zwei der Mitfavoriten aus. Einzige Hoffnung ist Gregor Schlierenzauer.
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Die österreichischen Skispringer sind beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee bereits mächtig gebeutelt worden. Zwar wurde Gregor Schlierenzauer als Zweiter in Oberstdorf seiner Favoritenstellung gerecht, doch mit Andreas Kofler und Thomas Morgenstern hatte der ÖSV bereits zwei prominente Ausfälle zu verkraften.
Großer Frust bei Morgenstern und Kofler
Thomas Morgenstern
"Der Frust ist groß. Unter diese Tournee mach' ich ein Hakerl", sagte der frisch gewordene Papa, der vor zwei Jahren noch der große Triumphator gewesen war, Bei schlechten Windverhältnissen war der 26-Jährige im ersten Durchgang von Oberstdorf auf 119,5 Meter abgestürzt und hatte die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst. Ein ähnliches Schicksal - wenn auch erst nach dem Wettkampf - ereilte Andreas Kofler. Der Mitfavorit auf den Gesamtsieg wurde wegen eines nicht regelkonformen Skianzuges disqualifiziert. Nach zwei Durchgängen hatte er zunächst auf dem achten Platz gelegen. "Wir haben die wichtigsten Messstellen durchgemessen. Ich hatte das Gefühl, dass der Anzug okay ist, aber am Bauch hat es nicht gepasst. Das ist besonders bitter für mich", sagte Kofler, dem in diesem Winter bereits zum dritten Mal dieses Malheur passierte. Damit sind der Gesamtzweite und -dritte des vergangenen Jahres bereits ausgeschieden.
Hoffnungsträger Schlierenzauer
Gregor Schlierenzauer ist nun weitgehend auf sich allein gestellt, zumal die internationale Konkurrenz in diesem Jahr deutlich größer ist als noch in der vergangenen Saison. Das sieht auch Schlierenzauer so, ist aber optimistisch: "Die Dichte vorn ist enorm groß. Man hat auch das nötige Glück gebraucht, deswegen bin ich sehr zufrieden. Das passt." ÖSV-Cheftrainer Alexander Poitner hatte in den vergangenen vier Jahren immer einen seiner Schützlinge auf das oberste Podest der Tournee gebracht. "Einen Tournee-Sieger mit einem Sprung weniger hat es leider noch nie gegeben. Das können wir uns abschminken. Aber wir machen unsere Arbeit weiter. Wir haben mit Gregor noch ein Pferd im Rennen", gab sich Pointner auch jetzt optimistisch.
re / sid | Stand: 31.12.2012, 12:37