Maschine Prevc - zwei Deutsche in den Top 10

Das Siegerpodest von Trondheim: Stefan Kraft, Peter Prevc, Noriaki Kasai (v.l.n.r.)

Weltcup in Trondheim

Maschine Prevc - zwei Deutsche in den Top 10

Schwieriges Springen in Trondheim mit einem gewohnt überlegenen Sieger. Peter Prevc trotzte auch am Mittwoch allen Widrigkeiten. Die deutschen Springer schnitten durchwachsen ab, zwei von ihnen konnten sich aber steigern.

Weltcupspitzenreiter Peter Prevc erwischte in dem Wettkampf, der von wechselnden Winden geprägt war, zwei Mal Rückenwind und flog trotzdem der Konkurrenz davon. Mit 135 und 132 Metern gewann der Slowene mit mehr als acht Punkten Vorsprung auf den Österreicher Stefan Kraft, der mit 135 und 131,5 Metern auf Rang zwei landete. Der Sieg war ein besonderer für Seriensieger Prevc: Mit seinem insgesamt 15. Weltcupsieg stellte er den slowenischen Rekord von Primoz Peterka ein.

Kasai stellt Schanzenrekord ein

Noriaki Kasai

Noriaki Kasai

Von den widrigen Bedingungen ließ sich auch der Japaner Noriaki Kasai nicht beeindrucken. Der 43-Jährige wurde im ersten Durchgang mit 127 Metern Zehnter und flog im Finale auf 143 Meter. Damit stellte der älteste Springer im Skisprung-Tross den vor einem Jahr vom Österreicher Michael Hayböck aufgestellten Schanzenrekord ein. Mit dieser Weite konnte sich Kasai am Ende über Rang drei freuen.

Freund: "Weitermachen"

Severin Freund

Severin Freund

Die deutschen Springer hatten bereits nach dem ersten Durchgang nichts mit den Podestplätzen zu tun. DSV-Vorzeigeathlet Severin Freund kam mit 127 Metern zunächst nur auf den 21. Platz. Im zweiten Durchgang konnte sich der Weltcup-Gesamt-Zweite aber steigern und wurde nach 130 Metern noch Zehnter. "Der erste Sprung war nix, das passiert. Der zweite war dann gut. Ich bin jetzt nicht so glücklich, weil nur 130 Meter rausgekommen sind. Jetzt gilt: Weitermachen", sagte Freund nach dem Wettkampf in der ARD.

Andreas Wank beim Springen in Trondheim

Andreas Wank: "Sprung nehme ich mit"

Noch einen Platz besser schnitt Andreas Wank ab, der nach Rang zwölf im ersten Durchgang (124,5 Meter) im Finale mit einem Satz auf 136,5 Meter sogar auf Rang neun sprang. "Den Sprung nehme ich mit", sagte Wank, der zum dritten Mal in dieser Saison in den Top 10 landete und seine beste Platzierung in diesem Winter erreichte. "Mein zweiter Sprung war besser, leider hatte ich nicht das Glück, dass ich unten Aufwind hatte. Daher konnte ich den Telemark nicht setzen. Aber der Sprung war gut. Den nehme ich mit", sagte der 27-Jährige.

Bestes Ergebnis für Geiger

Neben Wank schaffte auch Karl Geiger sein bestes Saisonergebnis. Mit Weiten auf 122 und 129 Meter wurde er 16. Richard Freitag, im Probedurchgang noch Vierter, ärgerte sich nach Sprüngen auf 125 und 128 Meter über Rang 20, Andreas Wellinger kam nach Flügen auf 122 und 123 Meter nur auf Rang 27. Er äußerte sich ähnlich kämpferisch wie Freund: "Das war heute nicht so einfach zu springen. Warum es nicht so fliegt, weiß ich aber auch nicht. Abhaken und in Vikersund weitermachen", sagte der 20-Jährige. Den Sprung in den zweiten Durchgang gar nicht erst geschafft hatten David Siegel mit 122,5 Metern und Stephan Leyhe mit 123 Metern als 35. und 37.

Schuster: "Zu viel draufgepackt"

"Wir haben sehr gut trainiert. Wir hatten einen guten Plan", analysierte Schuster bereits nach dem durchwachsenen ersten Durchgang in der ARD. "Im Probedruchgang hatten wir drei unter den besten zehn. Dann haben aber alle noch einmal zehn Prozent zu viel draufgepackt. Jetzt müssen wir schauen, dass wir wieder die richtige Balance finden." Die Chance dafür gibt es für Schuster und seine Springer gleich am Freitag. Dann wird auf der Skiflugschanze in Vikersund der am vergangenen Wochenende abgesagte Weltcup von Oslo nachgeholt.

dh | Stand: 10.02.2016, 18:53

Skispringen | Weltcupstand Damen

Name P
1. Sara Takanashi 1610
2. Daniela Iraschko-Stolz 1139
3. Maja Vtic 908
4. Jacqueline Seifriedsberger 695
5. Chiara Hölzl 632

Skispringen | Weltcupstand Herren

Name P
1. Peter Prevc 2303
2. Severin Freund 1490
3. Kenneth Gangnes 1348
4. Michael Hayböck 1301
5. Johann André Forfang 1240

Wintersport im TV

Heute
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
Darstellung: