Richard Freitag nutzt seine Chance nicht

Richard Freitag, Skifliegen Kulm

Weltcup in Polen

Richard Freitag nutzt seine Chance nicht

Nach dem 1. Sprung sah es gut aus für Richard Freitag. Der Auer lag beim Skisprung-Weltcup in Wisla auf Podestkurs. Am Ende wurde es aber wieder nichts mit seinem ersten Top-3-Resultat in dieser Saison.

Richard Freitag hieß aus deutscher Sicht der Hauptdarsteller des Skisprung-Weltcups von Wisla (Polen). Auf der Adam-Malysz-Schanze ließ der Auer eine große Chance ungenutzt. Der Sachse lag nach 129 Metern auf Rang drei und konnte von seinem ersten Podestplatz in dieser Saison träumen.

Freitag fällt noch hinter Freund zurück

Severin Freund

Severin Freund

Doch ein schwacher zweiter Sprung - bei besseren Verhältnissen erreichte er nur 127 Meter - ließ den Traum platzen. So kam Freitag am Ende sogar "nur" auf Rang neun. Bester Deutscher im Nebel von Wisla wurde noch Severin Freund. Der Weltcup-Zweite steigerte sich auf der von ihm wenig geliebten Anlage von 125,5 auf 131 Meter. Damit kam er auf Rang sechs. Am Ende fehlten ihm auf seinen Dauerrivalen Peter Prevc ganze 0,7 Punkte.

Prevc: Noch fünf Chancen zum Rekord

Peter Prevc in Vikersund

Peter Prevc

Der frischgebackene Weltcup-Gesamtsieger aus Slowenien landete auf Rang fünf. Das war durchaus bemerkenswert, lag er nach dem ersten Durchgang doch nur auf Platz 13. Dann folgte ein Sprung auf 131,5 Meter und eine anschließende Aufholjagd. Der Slowene kann in den verbleibenden fünf Springen einen neuen Rekord aufstellen. Derzeit kommt er auf 13 Saisonsiege - einer fehlt noch zum Rekord.

Rang eins ging in Polen überraschend an Roman Koudelka. Der Tscheche feierte mit Weiten von 127,5 und 133 Metern seinen ersten Saisonsieg überhaupt. Er hatte bislang in dieser Saison an die Leistungen des Vorjahres nicht anknüpfen können. Zweiter wurde Kenneth Gangnes (Norwegen) vor dem "ewigen" Noriaki Kasai. Der 43-jährige Japaner ist ein echtes Phänomen. Mitte März könnte er in Titisee-Neustadt seinen 500. Weltcup bestreiten.

Wellinger immerhin der Jüngste

Andreas Wellinger beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer (6.12.15)

Wisla ist eigentlich ein gutes Pflaster für Andi Wellinger

Ein leichtes Lächeln huschte Routinier Andreas Wank über die Lippen. Nach zweimal 125 Metern sicherte sich der Hinterzartener Platz 15. Damit war er offenbar zufrieden.

Andreas Wellinger hatte auf der Schanze, auf der er 2014 seinen bisher einzigen Weltcup-Erfolg feiern konnte, keine Siegchance. Dem Ruhpoldinger fehlt derzeit das Timing. Immerhin steigerte er sich noch von 118,5 auf 123 Meter. Rang 23 stand für den ehemaligen Senkrechtstarter zu Buche. Ein kleiner Prestigeerfolg: Jünger als der 20-Jährige war keiner unter den besten 25 von Wisla. Er bleibt ein großer Faustpfand für die Zukunft. Karl Geiger (Oberstdorf) wurde mit Sätzen auf 120,5 und 120 Metern am Ende 24.

Einer von sechs Deutschen früh raus

Ein Deutscher scheiterte bereits im ersten Durchgang: Stephan Leyhe, der in der Quali noch überzeugt hatte, kam nach einem Wackler nur auf 115 Meter. Als 38. verpasste der Willinger die Top 30.

cke | Stand: 04.03.2016, 22:48

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