Anders Jacobsen ist wieder "süchtig"
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Skispringen
Anders Jacobsen ist wieder "süchtig"
Im Mai 2011 war die Karriere von Anders Jacobsen so gut wie beendet. Doch der 27-jährige Norweger hat das Feuer wieder und zeigte mit seinem Sieg in Oberstdorf, dass mit ihm zu rechnen ist.
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Er ist der Rückkehrer des Jahres! Anders Jacobsen, die vergangenen Weltcupsaison hatte er wegen Motivationsproblemen ausgelassen, steht plötzlich wieder ganz oben auf dem Treppchen. "Ich brauche das alles nicht mehr", so hatte sich der heute 27-Jährige auf einer Pressekonferenz am 30. Mai 2011 erklärt. "Ich war mir nicht sicher, ob ich zurückkommen werde", sagt der Tournee-Gewinner von 2007. Doch er kam wieder und wie!
"Ich musste einfach zurückkommen"
Nach einigen Monaten kribbelte es bei Jacobsen einfach wieder. "Nach ein paar Monaten habe ich den Drang verspürt, meine Kollegen wieder zu treffen, den Adrenalinrausch zu spüren und wieder zu fliegen. Das macht süchtig. Zu springen und zu fliegen, das ist meine Freiheit. Das kann ich so richtig genießen. Ich musste einfach zurückkommen", sagte Jacobsen.
Anders Jacobsen
Seine Kraft schöpft der 27-Jährige aus seiner Familie. Partnerin Brigitte und der knapp zweijährige Sohn Isak geben ihm Kraft. "Deswegen habe ich nicht so viel zu verlieren. Seit ich Vater bin, hat sich mein Blick auf die Welt verändert, ich stelle mich selbst nicht mehr so in den Mittelpunkt." Und mit dieser Lockerheit schnappte der Norweger dann den Topfavoriten in Oberstdorf den Tagessieg weg. Befreit vom Druck geniest er jetzt seine Sprünge und bereitet der Konkurrenz Kopfzerbrechen. Bundestrainer Werner Schuster fasst zusammen was viele denken: Es ist nicht zu erwarten, dass er sich in die Hose macht. Er ist schon sehr gefährlich, weil er weiß, wie man gewinnt. Er ist bei der Tournee vom ersten Tag an geflogen wie ein Engel."
"Zweites Märchen möglich"
Und Jacobsen hat auch das norwegische Team weiter gepusht. Der Zusammenhalt ist enorm gut. "Wir sind eine gute Gang und alle sehr gute Freunde. Es ist entspannt, wir alle nehmen die Dinge nicht so ernst und versuchen, viel Spaß zusammen zu haben." Den ersten Tournee-Gesamtsieg konnte Jacobsen nach eigener Aussage übrigens noch nicht richtig genießen. Das war mein erstes Jahr im Weltcup, meine erste Tournee. Es war wie im Märchen, weil alles so schnell ging", sagte Jacobsen, der gegen einen zweiten Triumph nichts einzuwenden hätte.
re / sid | Stand: 01.01.2013, 13:53