Qualifikation im Skispringen wird zur Pflicht

Andreas Wellinger

Regeländerung

Qualifikation im Skispringen wird zur Pflicht

Die Qualifikation im Skispringen wird zur Pflichtaufgabe. Jeder Springer muss teilnehmen und dort einen Platz unter den besten 50 erreichen, um im Wettkampf starten zu dürfen. Das hatte das Skisprung-Komitee des Ski-Weltverbandes FIS Anfang Oktober in Zürich beschlossen.

Damit sind die Zeiten vorbei, als die Top Ten des Gesamtweltcups die Ausscheidung der Einzel-Wettbewerbe auslassen konnten. Die Qualifikation wird interessanter – vor allem für die Fans. Bisher waren die besten zehn Athleten der Weltcup-Gesamtwertung automatisch für den folgenden Wettkampf qualifiziert. Das hatte mehrfach dazu geführt, dass Top-Athleten auf den Start in der Qualifikation verzichtet hatten.

Polen stimmt dagegen

Kamil Stoch und Adam Malysz auf dem Weg zum Wettkampf

Adam Malysz (re.) - hier mit Kamil Stoch unterwegs - stimmte gegen die Regeländerung.

Die Mehrheit der Nationen stimmte für eine verpflichtende Qualifikation. Ein Veto legte unter anderem Polen ein. Ex-Star Adam Malysz hatte immer wieder dafür plädiert, den besten Athleten das Recht auf die Vorqualifikation zu gewährleisten. So könnte es nun auch passieren, dass Top-Athleten den Wettkampf verpassen.

Keine Top-Paarungen bei Tournee

Die größten Auswirkungen dürfte diese Regeländerung bei der Vierschanzentournee haben.  In den vergangenen Jahren verzichteten die vorqualifizierten Springer regelmäßig. So kam es häufig zu spektakulären K.o.-Duellen, wenn der Qualifikationssieger gegen den Weltcup-Führenden antreten musste.

Thema in der Sportschau am 25.11.2017 ab 9.00 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 30.10.2017, 08:32

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