Deutschland verpasst Sensation knapp

Teamwettbewerb in St. Moritz: Reto Schmidiger gegen Dominik Stehle (rechts)

Teamwettbewerb in St. Moritz

Deutschland verpasst Sensation knapp

Beim Saisonfinale in St. Moritz ist eine deutsche B-Mannschaft am Freitag (18.03.16) im Teamwettbewerb überraschend bis ins Finale vorgestoßen. In dieser selten ausgetragenen Disziplin im K.o.-Modus wurden Lena Dürr, Katrin Hirtl-Stanggassinger, Dominik Stehle und Stefan Luitz am Ende nur ganz knapp von der Schweiz geschlagen.

Die Sensation lag im großen Finale von St. Moritz in der Luft, am Ende entschied ein Wimpernschlag zugunsten der Gastgeber.

Lena Dürr beim Slalom-Weltcup in Jasna (6.3.16)

Lena Dürr in Aktion.

Für Deutschland begann die erst 17-jährige Hirtl-Stanggassinger. Sie hatte erwartungsgemäß keine Chance gegen Wendy Holdener. Aber gleich darauf schied Daniel Yule gegen Luitz aus - 1:1. Dasselbe Missgeschick wie Yule passierte im nächsten Lauf Michelle Gisin. Ihre Kontrahentin Dürr, die alle ihre Duelle gewann, erhöhte also auf 2:1. Doch Reto Schmidiger riss im vierten und letzten Lauf das Ruder für die Schweizer noch herum durch einen Sieg über Dominik Stehle: 2:2. Am Ende entschied die Zeit und da waren die Eidgenossen vier Hundertstel schneller. Felix Neureuther und Fritz Dopfer waren für das DSV-Team nicht am Start.

Im kleinen Finale behauptete sich Schweden gegen Frankreich und sicherte sich den dritten Platz.

Im Halbfinale Frankreich geschlagen

Auch im Halbfinale gegen Frankreich war Hirtl-Stanggassinger mit einer Niederlage gegen Adeline Baud Mugnier gestartet. Luitz schlug danach Julien Lizeroux souverän. Dürr erhöhte auf 2:1 durch ihren Sieg über Tessa Worley. Jean-Baptiste Grange glich zwar zum 2:2 gegen Stehle aus, doch das deutsche Team schaffte es über die Zeit ins große Finale. Davor hatte das deutsche Team Slowenien und Italien ausgeschaltet.

Der Modus

Das 2005 bei den Weltmeisterschaften eingeführte, ansonsten aber selten ausgetragene "Nations Team Event" wird in Form eines Nationenwettkampfs ausgetragen - vom Achtelfinale bis zum Finale im K.o.-Modus. In jedem Durchgang treten je zwei Damen und zwei Herren in je einem Parallel-Riesenslalom gegeneinander an. Es kommt die Nation weiter, die 4:0 oder 3:1 gewinnt. Steht es nach den vier Läufen 2:2, rückt das Land vor, das in der Addition die beste Zeit hat.

Der Teamwettbewerb ist 2018 im südkoreanischen Pyeongchang zum ersten Mal auch olympisch. Im Weltcup wird er nur beim Saisonfinale ausgetragen. Er zählt dabei nur für den Nationen-Cup.

Schweiz jetzt alleiniger Rekordhalter

Rekordhalter in diesem Wettbewerb ist jetzt die Schweiz mit drei Triumphen. Deutschland siegte zweimal. Österreich, das diese Disziplin einmal gewann, war - in Abwesenheit seines besten Riesenslalom-Fahrers Marcel Hirscher - schon im Viertelfinale gegen Schweden ausgeschieden.

eei | Stand: 18.03.2016, 13:24

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