Vonn auch bei der Sprintabfahrt unschlagbar

Lindsey Vonn

Sprintabfahrt Damen

Vonn auch bei der Sprintabfahrt unschlagbar

Keine Chance hatte die Konkurrenz in der Damen-Sprintabfahrt in Altenmarkt-Zauchensee gegen Lindsey Vonn. Viktoria Rebensburg konnte sich im zweiten Durchgang noch verbessern.

Ein spannendes Rennen auf einer schwierigen Piste mit einigen Ausfällen hatte am Ende wieder eine souveräne Siegerin: Lindsey Vonn gewann zum zweiten Mal eine Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee. Die US-Amerikanerin holte sich den Sieg mit einer Sekunde Vorsprung in 2.11,17 Minuten vor der Kanadierin Larisa Yurkiw und Cornelia Hütter aus Österreich(+1,66 Sekunden). Viktoria Rebensburg fuhr noch auf den sechsten Platz vor.

Vonn eine eigene Liga

Die Siegerinnen vom Sprintrennen Zauchensee: 2. Larisa Yurkiw (li.) 1. Lindsey Vonn (Mi.) 3. Cornelia Hütter

Die Siegerinnen vom Sprintrennen Zauchensee: 2. Larisa Yurkiw (li.) 1. Lindsey Vonn (Mi.) 3. Cornelia Hütter

Während die meisten Läuferinnen mit der Kompression kämpften, mit den zahlreichen Schlägen und Bodenwellen, sahen die Läufe von Lindsey Vonn fast locker aus. Schon im ersten Durchgang war die Weltcup-Führende am schnellsten unterwegs. Schon da distanzierte die 31-Jährige die Konkurrenz in 1:04,94 Minuten fast um eine Sekunde. Vonn gewann mit ihrem Sieg in Altenmarkt-Zauchensee ihr 36. Abfahrtsrennen und stellte damit den Rekord der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll ein. Die Ausnahme-Rennfahrerin gratulierte im Ziel ihrer Nachfolgerin und umarmte sie. "Das bedeutet mir sehr viel, sie ist eine Legende in unserem Sport", sagte Vonn. "Es hat mich sehr gefreut, dass sie heute hier war."

Vikotria Rebensburg auf Rang sechs

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg lag nach dem ersten Durchgang schon mit 1,50 Sekunden Rückstand auf Platz neun. Im zweiten Lauf zeigte die Kreutherin vor allem im unteren Teil ihr Können. Mit einem fast fehlerfreien Lauf konnte die 26-Jährige mit einem Rückstand von 2,53 Sekunden noch auf Platz sechs vorfahren. Allerdings hatte sie sich nach den sehr guten Trainingsergebnissen wohl doch mehr erwartet.

Nicht ins Ziel kam bereits im ersten Durchgang die Gesamtweltcupführende Lara Gut aus der Schweiz, die nach einem Fahrfehler ausschied. Nach einem Sturz der Norwegerin Lotte Smiseth Sejersted musste der erste Lauf länger unterbrochen werden. Auch die weiteren deutschen Läuferinnen konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren: Patrizia Dorsch als 36. (+2,66), Kira Weidle auf Platz 41 (+2,90) und Ann Katrin Magg als 44. (+3,06).

Pech hatte auch die Liechtensteinerin Tina Weirather, die nach dem ersten Durchgang mit 92 Hundertstel aussichtsreich auf Platz drei lag, im zweiten Durchgang aber schon im oberen Teil nach einem Fahrfehler ausschied. Im zweiten Durchgang gab es dann eine österreichische Ausfallserie: Ramona Siebenhofer, Stefanie Moser und Mirjam Puchner kamen nicht ins Ziel.

Erstes Sprintrennen seit fast 14 Jahren

Wegen des Schneemangels wurde die Abfahrt in Zauchensee statt in St. Anton ausgetragen. Zudem waren deshalb die alpinen Damen im Ski-Weltcup nach 14 Jahren wieder in einer Sprintabfahrt gefordert. Im Pongau kämpften die alpinen Damen in zwei verkürzten Abfahrtsläufen um Weltcup-Punkte. Anders als im Slalom oder Riesenslalom wird dabei die Strecke zwischen den Durchgängen nicht verändert: Zwei Mal ging's auf dem Kälberloch von 1.875 Meter hinab auf 1.380 Meter. Zuvor war die letzte Sprint-Weltcup-Abfahrt im Februar 2002 ausgetragen worden. Im schwedischen Åre setzte sich damals die Österreicherin Renate Götschl durch. Premiere hatte der Sprint am 20. Januar 1990 in Kitzbühel gefeiert, wo die Herren zwei verkürzte Abfahrten fuhren, um das von Schneemangel bedrohte Traditionsrennen zu retten.

br | Stand: 09.01.2016, 12:16

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