Dopfer Dritter, Kristoffersen gewinnt nach Traumlauf

Fritz Dopfer

Slalom in Kitzbühel

Dopfer Dritter, Kristoffersen gewinnt nach Traumlauf

Nach dem ersten Durchgang lag Fritz Dopfer beim Slalom in Kitzbühel noch in Führung, doch am Ende landete der Garmischer auf dem dritten Platz. Es gewann der Norweger Henrik Kristoffersen.

Kristoffersen zeigte im zweiten Durchgang einen wahren Traumlauf. Nach dem ersten Lauf belegte der Norweger "nur" Rang 12. Doch im zweiten Lauf fuhr er mit spielerischer Leichtigkeit um die Slalomstangen. Auf Platz zwei kam der Österreicher Marcel Hirscher (+ 0,03 Sek.).

Für Fritz Dopfer, dem Führenden nach dem ersten Durchgang, lief der zweite Lauf nicht optimal. Der Garmischer beendete den Slalom am Ganslernhang als Dritter (+0,45). "Platz drei hier hinter den beiden besten Slalomfahrern. Ich bin überglücklich. Es war ein Kampf von oben bis unten", sagte Dopfer im Ziel.

Neureuther verbessert sich im zweiten Lauf

Felix Neureuther ging gesundheitlich angeschlagen in das Traditionsrennen. Dem zweifachen Kitzbühel-Sieger fehlte es zwar an Spritzigkeit: Er verbesserte sich im zweiten Durchgang trotzdem von Rang elf und den siebten Platz (+1,56). "Das Rennen geht an die Substanz. Vom Schnaufen und Körperlichen her war ich voll am Limit", sagte der erschöpft wirkende Partenkichner im Ziel.

Für eine Überraschung sorgte Stefan Luitz: Mit der hohen Startnummer 69 fuhr er im ersten Durchgang auf den 20. Platz vor (+1,24). Im zweiten Lauf zeigte der Allgäuer einen ordentlichen Lauf und wurde 18. (+ 2,37).

Dominik Stehle landete nach einem schweren Fehler auf dem 22. Platz (+ 28,15) , Linus Strasser wurde nach einem Einfädler disqualifiziert. Insgesamt kamen im zweiten Durchgang auf der anspruchsvollen und eisigen Piste von 30 gestarteten Läufern nur 22 ins Ziel.

Kreuzbandriss bei Razzoli

Einen Tag nach der dramatischen Sturzserie in der Abfahrt hat es in Kitzbühel auch der Weltcup-Slalom mit einen unschönen Zwischenfall gegeben. Der italienische Vancouver-Olympiasieger Giuliano Razzoli kam als erster Starter des Torlaufs zu Fall, blieb auf der Piste liegen und musste behandelt werden. Auch der Rettungshelikopter kam zum Einsatz. Razzoli wurde noch am Sonntag nach Mailand gebracht. Die spätere Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie. Das teilte der italienische Skiverband mit.

Razzolis Unfall war der fünfte schwere an einem dunklen Rennwochenende in Österreichs Ski-Mekka. Bei der grenzwertigen Abfahrt auf der Streif am Samstag hatte sich Aksel Lund Svindal (Norwegen) bei einem Sturz einen Kreuzband- und Meniskusriss zugezogen, der Österreicher Georg Streitberger erlitt einen Kreuzbandriss. Am Donnerstag war dort schon dessen Teamkollege Florian Scheiber zu Fall gekommen - ebenfalls Kreuzbandriss. Hannes Reichelt (Österreich) kam nach seinem Sturz mit einer Knochenstauchung davon.

br/dpa/sid | Stand: 24.01.2016, 14:34

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