Premiere im Slalom - Wiesler stark

Nina Löseth in Santa Caterina

Slalom in Santa Caterina

Premiere im Slalom - Wiesler stark

Mit Startnummer eins auf Platz eins: Nina Löseth aus Norwegen hat beim ersten Slalom der Saison zwei Traumläufe ins Tal gezaubert. Auch eine Deutsche glänzte bei dem spannenden Rennen.

Wer hätte das gedacht! Nina Löseth aus Norwegen hat ihren ersten Weltcupsieg eingefahren. Beim Slalom auf einer eisigen Piste im italienischen Santa Caterina beeindruckte sie mit Bestzeiten in beiden Läufen und gewann mit 1,12 Sekunden Vorsprung. "Es wurde Zeit", sagte die überglückliche Gewinnerin und meinte: "Es war alles ein bisschen kantig. Ich dachte nicht, dass ich solch einen großen Vorsprung habe." Löseth machte damit alle norwegischen Ski-alpin-Fans glücklich. Der letzte Slalom-Sieg für "Norge" lag 16 Jahre zurück.

Zwei Routiniers auf dem Podest

Die Norwegerin gewann vor den beiden Routiniers Šárka Strachová (Tschechien) und Veronika Velez-Zuzulová (Slowakei). Strachová liebt die Piste in Italien, holte 2005 damals noch unter ihrem Mädchennamen Šárka Záhrobská bei der WM Bronze. Velez-Zuzulová verpatzte den ersten Lauf, landete dort nur auf dem 13. Platz - und startete im Finale eine unglaubliche Aufholjagd.

Bitter endete das Rennen für Charlotte Chable. Die 22-jährige Schweizerin - Zweite nach dem ersten Lauf - lag bis kurz vor dem Ziel auf Podestplatz, doch dann bremste sie ein Fahrfehler aus. Chable stürzte - der Traum vom ersten Podestplatz war geplatzt.

Frustriert war auch Lienz-Siegerin Frida Hansdotter aus Schweden. Die Weltcup-Spitzenreiterin kam auf der eisigen, glatten Strecke überhaupt nicht klar und kam diesmal nur auf den fünften Platz.

Wiesler und das "geile Rennen"

Maren Wiesler

Maren Wiesler überzeugte in Santa Caterina.

Maren Wiesler aus Münstertal erwischte einen Traumtag. Mutig, dynamisch und mit einem wunderbaren Rhythmus schlängelte sich die 22-jährige Schwarzwälderin in beiden Läufen den Kurs hinab und belohnte sich mit dem 11. Platz. Zwischenzeitlich führte sie sogar und freute sich diebisch: "Ich war froh als Erste im Ziel zu sein", sagte die Draufgängerin, die von einem "geilen Rennen" sprach und zeigte, dass zur Weltspitze nicht mehr ganz viel fehlt. Wiesler war allerdings der einzige echte Lichtblick aus deutscher Sicht. Neben ihr schaffte es nur Christina Geiger aus Oberstdorf ins Finale. Sie landete am Ende auf Platz 16.

Lena Dürr verpasst das Finale

Lena Dürr

Lena Dürr - sicher, langsam, chancenlos

Für Lena Dürr begann das Jahr mit einer herben Enttäuschung. Die Bayerin war nach einem verkrampften Sicherheitslauf chancenlos und verpatzte als 34. das Finale der besten 30:  "Ich bin überhaupt nicht vom Fleck gekommen. Von oben bis unten total verbremst. Das ärgert mich brutal, weil ich im Training gut drauf war und jetzt das." Auch Barbara Wirth (+4,89 s) und Elisabeth Willibald (+4,96 s) waren nur Zuschauer, als es um den Sieg ging. "Es ist keine angenehme Zeit. Wir sind über den aktuellen Leistungsstand nicht glücklich", zeigte sich Alpin-Direktor Wolfgang Meier selbstkritisch. Das ganze Interview - hier:

sst | Stand: 05.01.2016, 14:10

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

Name P
1. Lara Gut 1522
2. Lindsey Vonn 1235
3. Viktoria Rebensburg 1147
4. Tina Weirather 1016
5. Frida Hansdotter 915

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

Name P
1. Marcel Hirscher 1795
2. Henrik Kristoffersen 1298
3. Alexis Pinturault 1200
4. Kjetil Jansrud 1161
5. Aksel Lund Svindal 916
Darstellung: