Schweizer Feuz siegt beim Klassiker in Wengen

Beat Feuz in Wengen

Abfahrt in Wengen

Schweizer Feuz siegt beim Klassiker in Wengen

Beat Feuz hat sich den Heimsieg in Wengen beim Abfahrtsklassiker am Lauberhorn geholt, vor dem Norweger Aksel Lund Svindal und Matthias Mayer aus Österreich. Bester Deutscher wurde Thomas Dreßen.

Dass in Wengen die niedrigen Startnummern von Vorteil sein können, hat Beat Feuz bewiesen: Am Lauberhorn hat Feuz mit Startnummer eins in 2.26,50 Minuten die Bestzeit gesetzt und zum zweiten Mal in seiner Karriere gewonnen. Mit nur 18 Hundertstel Rückstand kam ein Mitfavorit, der Norweger Aksel Lund Svindal, auf Platz zwei vor dem Österreicher Matthias Mayer. Bester Deutscher wurde Thomas Dreßen auf Platz fünf.

Feuz souveräner Sieger

Feuz erreichte in seinem Heimrennen zwar nicht unbedingt immer die Spitzengeschwindigkeiten, blieb aber insgesamt über die 4,2 Kilometer lange Strecke am fehlerlosesten. Das Kraftpaket blieb auch im unteren Teil tief in der Abfahrtshocke und hielt die Strapazen der schwierigen Strecke am besten durch. Der Schweizer holte sich damit seinen zweiten Sieg in Wengen und den neunten Weltcup-Sieg.

Svindal wird Zweiter, Mayer Dritter

Als Zweiter kam Aksel Lund Svindal ins Ziel. Der Norweger war als Dritter ins Rennen gestartet. Svindal landet damit im fünften Abfahrtsrennen in dieser Saison zum fünften Mal auf einem Podestplatz - eine beeindruckende Serie. Dritter wurde der Österreicher Matthias Mayer mit 67 Hundertstel auf Beat Feuz. Wie Mayer nach dem Rennen erklärte, wurde es oben immer wärmer und deshalb hatten die höheren Startnummern auch mit weicherem Schnee zu kämpfen und Zeit verloren.

Dreßen holt Platz fünf

DSV-Läufer Thomas Dreßen ging mit Startnummer vier ins Rennen und zeigte einen technisch sauberen Lauf. Besonders im ersten Abschnitt der kräftezehrenden Abfahrtstrecke war der 24-Jährige sehr schnell unterwegs, verlor dann aber im unteren Teil wichtige Hundertstel: Beim Sprung am Übergang zum Ziel verschlug es ihm ein wenig den Ski. Am Ende fehlten ihm 93 Hundertstel auf Feuz.

Andreas Sander und Josef Ferstl enttäuscht

Mit dem oberen Teil gut zurecht kam Andreas Sander. Der 28-Jährige war bis zur zweiten Zwischenzeit noch auf Rang fünf gelegen, doch im unteren Teil verlor er immer mehr Zeit. Am Ende langte es zu Rang 29. "Bis zu den letzten beiden Kurven bin ich sehr gut gefahren. Dann weiß ich auch nicht, was ich da vorhatte", sagte Sander nach dem Rennen. So, ergänzte er, "ist es ein sehr schlechtes Ergebnis".

Noch schlechter erging es Josef Ferstl. Mit Startnummer 28 hatte er bei steigenden Temperaturen am Start und dem damit weicher werdenden Schnee im oberen Teil zu kämpfen. Im unteren Teil waren es die vielen Schläge und die tiefen Spuren seiner Vorgänger, die ihm so zu schaffen machten, dass er am Ende auf einen enttäuschenden 46. Platz landete.

Manuel Schmid als zweitbester Deutscher

Für eine positive Überraschung im deutschen Team sorgte dafür noch Manuel Schmid. Der 24-Jährige konnte sich bei seiner Premiere am Lauberhorn nach einem couragierten Lauf mit der hohen Startnummer 40 noch vor Sander und Ferstl auf Rang 24 platzieren.

Thema in: B5 Sport, 13.02.2018, 13.55 Uhr

br | Stand: 13.01.2018, 13:00

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