Brignone gewinnt in Bad Kleinkirchheim

Federica Brignone jubelt im Ziel nach ihrer Bestzeit beim Super-G Weltcup in Bad Kleinkirchheim am 13.2.

Super-G der Damen

Brignone gewinnt in Bad Kleinkirchheim

Federica Brignone ist die überraschende Siegerin des Super-G in Bad Kleinkirchheim. Die Italienerin gewann vor der Schweizerin Lara Gut und Cornelia Hütter aus Österreich.

Brignone, mit Startnummer neun ins Rennen gegangen, bewältigte die 1,7 Kilometer lange, anspruchsvolle Strecke in 1,09,80 Minuten und damit 0,18 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte Gut. Hütter hatte auf Platz drei 0,46 Sekunden Rückstand. Brignone feierte damit den siebten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Viktoria Rebensburg aus Kreuth hatte wegen einer Grippe auf einen Start verzichtet.

Auf der schnellen, anspruchsvollen Strecke, benannt nach dem österreichischen Skiidol Franz Klammer, brauchte es bei schwierigen Pistenverhältnissen am Samstag (13.01.17) für einen Spitzenplatz die richtige Mischung aus Risiko und sauberer Technik.  

Die erste Richtzeit setzte mit Startnummer eins die Italienerin Sofia Goggia – bis dato die zweite im Super-G-Weltcup. Ihre 1,11,29 Minuten hielten bis zur unmittelbar nach ihr gestarteten Lindsey Vonn, die 0,06 Sekunden schneller war - und eine noch bessere Zeit im entscheidenden unteren Abschnitt vergab. "Das war ein Rodeoritt", meinte die US-Amerikanerin mit Blick auf die Piste im Ziel im ZDF. Dennoch sei das Rennen insgesamt "eigentlich schön zu fahren" gewesen. "Viel besser als ich gedacht habe." Angesichts der Schneeverhältnisse hatte die bereits von vielen Verletzungen gebeutelte Vonn bis zur Besichtigung noch einen Startverzicht erwogen.

Viel Pistenarbeit

Überhaupt hatte das Wetter mit viel Regen unter der Woche den Verantwortlichen schon im Vorfeld das Leben schwer gemacht und den ursprünglichen Zeitplan durcheinander gebracht. So war der Super-G ursprünglich erst für Sonntag geplant. Auch während des Rennens mussten die Läuferinnen vor allem jenseits der Startnummer 16 wegen mehrerer Unterbrechungen Geduld und Nerven beweisen. Immer wieder wurde der Zielhang mit Salz und Wasser präpariert.

Mit 0,18 Sekunden Vorsprung zum Sieg

Die Führende im Super-G-Weltcup, Tina Weirather aus Liechtenstein, war mit Startnummer fünf die nächste, die Vonns Zeit knacken konnte - bis die Schweizerin Lara Gut sich mit mehr als einer Sekunde zwischenzeitlich an die Spitze setzte. Guts Zeit hätte womöglich sogar zum Sieg gereicht, hätte sie nicht kurz vorm Ziel ein Tor mitgerissen. So wurde sie noch um 0,18 Sekunden von der späteren Siegerin Brignone unterboten. "Es war sehr hart. Ich habe mir bei Besichtigung viel Zeit genommen, jeder Kurve angeschaut. Es war so schwierig zu attackieren und dabei auf der Linie zu blieben. Ich in wirklich froh, dass es hier geklappt hat", freute sich die Italienerin über den zweiten Super-G-Weltcupsieg ihrer Karriere. Weirather landete am Ende im Gesamtklassement auf Rang sieben, Vonn wurde Neunte.

Keine DSV-Starterin im Ziel

Die beiden deutschen Starterinnen Michaela Wenig und Kira Weidle kamen mit Startnummer 37 und 51 nicht ins Ziel. Michaela Wenig fuhr an einem Tor vorbei und schied aus. Kira Weidle wurde wegen eines Sturzes der Läuferin vor ihr abgewunken und verzichtete auf einen zweiten Start.

Thema in: B5 Sport, 13.01.2018, 12.55 Uhr

scho | Stand: 13.01.2018, 12:00

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