Mikaela Shiffrin feiert fünften Slalomsieg in Folge

Nachtslalom in Flachau

Mikaela Shiffrin feiert fünften Slalomsieg in Folge

Nicht einmal ein erster Lauf mit Fehlern kann Mikaela Shiffrin stoppen: Die US-Amerikanerin gewann dank einer Slalom-Gala im zweiten Durchgang das Nachtrennen im österreichischen Flachau und feierte den fünften Slalom-Sieg in Folge.

Die überraschendste Meldung des ersten Durchgangs stand schon nach vier Fahrerinnen fest: Mikaela Shiffrin, die alles überragende Skirennläuferin der letzten Wochen, führte nicht. Als die Siegerin von vier der bisherigen fünf Saisonslaloms unter dem Flutlicht von Flachau ins Ziel kam, stand nur die "2" auf der Anzeigetafel.

Während Shiffrin einige ungewohnte Fehler einbaute, fuhr die Österreicherin Bernadette Schild so souverän, wie man es sonst nur von der US-Amerikanerin kennt. Immerhin 37 Hundertstel Vorsprung hatte sie vor Shiffrin, 74 Hundertstel vor der der drittplatzierten Schwedin Frida Hansdotter. Das übrige Feld ab Platz vier lag schon mehr als eineinhalb Sekunden zurück.

Dreikampf um die Podestplätze

Ein packender Dreikampf um die Podestplätz bahnte sich vor 15.000 Zuschauern an der "Hermann Maier Weltcupstrecke" an - und die Alpinfans wurden nicht enttäuscht. Hansdotter legte vor, ganz aggressiv - die Schwedin wollte ein Zeichen setzen. 1,19 Sekunden Vorsprung hatte sie im Ziel, das Podest war ihr sicher. Nur wo würde sie stehen?

Dann Shiffrin. Die US-Amerikanerin sichtlich gereizt nach dem ersten Durchgang. Wild wie einst Bode Miller, aber gleichzeitig kontrolliert wie eben Shiffrin raste sie zur Laufbestzeit. Diesmal leuchtete die "1" auf und ein satter Vorsprung von 1,43 Sekunden. Nur noch Schild stand oben. Und die zeigte Nerven: Sie fuhr gut, aber nicht überragend - und fiel hinter Shiffrin mit 94 Hundertsteln Rückstand auf den zweiten Platz zurück.

DSV-Läuferinnen hadern

Christina Geiger kam im ersten Lauf kopfschüttelnd mit mit 2,39 Sekunden Rückstand auf Schild als Elfte ins Ziel, Marina Wallner mit über dreieinhalb Sekunden als 23. Während sich Wallner im zweiten Durchgang aber noch weit nach vorne schieben konnte, kam Geiger erneut mit der Piste nicht zurecht. Am Ende landete das Duo des Deutschen Skiverbands (DSV) auf den Plätzen 14 (Geiger) und 15 (Wallner).

Für Lena Dürr war das Rennen schon nach wenigen Toren im ersten Durchgang komplett vorbei: Sie blieb an einer Stange hängen und schied aus, genau wie Maren Wiesler, die ein Tor verpasste. Andrea Filser mit der hohen Startnummer 56 kam auf der immer schlechter werdenden Piste zwar ins Ziel, verpasste als 43. mit über sechs Sekunden Rückstand aber den zweiten Lauf.

Thema in: B5 aktuell, 09.01.2018, 21.55 Uhr

br | Stand: 09.01.2018, 21:44

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