Doppelschlag von Lindsey Vonn

Lindsey Vonn auf der Abfahrt von Garmisch am 4.2.

Abfahrt in Garmisch

Doppelschlag von Lindsey Vonn

Lindsey Vonn hat sich auch im zweiten Abfahrtsrennen von Garmisch-Partenkirchen, dem letzten vor Olympia, in Topform für Pyeongchang präsentiert. Viktoria Rebensburg zeigte leicht aufsteigende Tendenz.

Vonn siegte am Sonntag (04.02.2018) auf der Kandahar-Abfahrt, die im Unterschied zum Vortag auf voller Länge ausgetragen wurde, in 1:37,92 Minuten vor der Italienerin Sofia Goggia und Tina Weirather aus Liechtenstein. Das Top-Trio trennten insgesamt nur zwölf Hundertstel.

Vonn - "Emotionen werden sehr hoch sein"

Sportschau | 03.02.2018 | 03:12 Min.

Königin der Kandahar

Die Strecke von Garmisch liegt Vonn offensichtlich ganz besonders. Der Sieg war bereits ihr vierter in Folge auf der Kandahar – von insgesamt fünf. Die 33-Jährige scheint damit zugleich auf den Punkt topfit für die Winterspiele. "Alles ist planmäßig gelaufen", sagte sie im ORF mit Blick auf die Vorbereitung. "Skifahren und Selbstvertrauen – alles ist perfekt."

Spannendes, hochklassiges Rennen

Die erste klare Bestzeit aus dem Spitzentrio legte in einem hochklassigen Rennen Weirather vor. Die Liechtensteinerin setzte sich mit Startnummer fünf zunächst mit 75 Hundertstelsekunden vor die mit Nummer eins gestartete Nicole Schmidhofer aus Österreich. Zwei Nummern hinter ihr folgte Vonn. Die Vortagessiegerin fuhr auf der 2,7 Kilometer langen, spiegelglatten und unruhigen Piste oben zunächst weitere Wege, machte im technisch anspruchsvollen Teil wie der "Hölle" dann aber immer mehr Zeit gut und erwischte den Zielhang perfekt. So leuchtete am Ende einmal mehr die eins auf – mit zwölf Hundertstel vor Weirather.

Die dritte im Bunde, die im Abfahrtsweltcup führende Goggia, warf dann wiederum zwei Startnummern später alles in die Waagschale, um für ihre Zwei-Hundertstelsekunden-Niederlage vom Vortag Revanche zu nehmen. Mit Top-Speed von 130 km/h, auf engster Linie und zwischendurch gleichauf mit Vonn, schaffte sie es am Ende aber nicht ganz und verfehlte die Bestzeit um elf Hundertstel.

Rebensburg ganz zufrieden

Viktoria Rebensburg aus Kreuth absolvierte nach ihrer Viruserkrankung erst ihr zweites Abfahrtsrennen seit Dezember und zeigte sich mit 0,97 Sekunden Rückstand auf Rang neun im Vergleich zum Samstag leicht verbessert, als sie Elfte geworden war. Ein Fehler kostete sie eine noch bessere Platzierung, insgesamt war die 28-Jährige aber nicht unzufrieden. "Für mich war es wichtig, mich im Vergleich zu gestern zu steigern", sagte sie im Ziel im ZDF-Interview.

Nachwuchsfahrerin überrascht

Meike Pfister aus Krumbach konnte sich zwei Tage vor ihrem 22. Geburtstag mit Platz 14 über das bislang beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere freuen, Kira Weidle aus Starnberg und Michaela Wenig aus Lenggries belegten die Plätze 19 und 21. Patrizia Dorsch (Schellenberg) verfehlte als 32. die Punkteränge knapp.

Thema in: B5 Sport, 04.02.2018, 13.55 Uhr

scho | Stand: 04.02.2018, 14:23

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