Vonn gelingt Hattrick auf der Kandahar

Lindsey Vonn nach ihrem Abfahrtssieg in Garmisch am 3.2.

Sprint-Abfahrt in Garmisch

Vonn gelingt Hattrick auf der Kandahar

Zum dritten Mal hintereinander heißt die Siegerin der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen Lindsey Vonn. In einem knappen Rennen holte sich die US-Amerikanerin ihren 80. Weltcup-Sieg. Viktoria Rebensburg kam nicht unter die besten Zehn.

Wegen der ausgefallenen Trainingsläufe am Donnerstag und Freitag fand am Samstag (03.02.2018) nur eine von ursprünglich zwei geplanten Sprint-Abfahrten statt. Auf der kurzen, aber eisigen und anspruchsvollen Piste fand Vonn die schnellste Linie und siegte in 1:12,84 Minuten vor der Italienerin Sofia Goggia und Cornelia Hütter aus Österreich. Alle drei lagen am Ende innerhalb von nur 13 Hundertstelsekunden.

Verkürzte Abfahrt vom Super G-Start

Damit setzten sich auf der verkürzten Strecke vom Super G-Start die Favoritinnen durch und Vonn untermauerte nach ihren Siegen von 2012, 2016 und 2017 – als sie hier ihr Comeback feierte – ihren Ruf als "Speed-Queen von Garmisch". Die Amerikanerin freute sich, bei der letzten Weltcup-Station vor Olympia in so guter Form zu sein. "Garmisch ist ein guter Ort und eine schöne Strecke für mich. Das ist wunderschön", so die 33-Jährge. "Aber ich kann nicht hundertprozentig feiern, weil meine Kollegin schwer verletzt ist."

In Gedanken bei der Kollegin

Die gestürzte Jacqueline Wiles

Die gestürzte Jacqueline Wiles

Damit spielte sie auf den schweren Sturz von Jacqueline Wiles an. Mit Startnummer 13 kam die US-Amerikanerin von der Linie ab in den tiefen Schnee, wurde ausgehoben, in den Fangzaun geschleudert und musste mit dem Schlitten ins Tal gebracht werden. Mit Verdacht auf Knieverletzung wurde sie später ins Krankenhaus geflogen. Nach dieser sturzbedingten, rund zehnminütigen Rennunterbrechung verschlechterte sich die Sicht, und keine der insgesamt 44 Starterinnen kam mehr an die Spitzenzeiten heran.

Rebensburg klar geschlagen

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg erstmals seit zwei Monaten wieder auf einer Abfahrt

Auch Viktoria Rebensburg aus Kreuth, kurz zuvor mit Startnummer 9 ins Rennen gegangen, hatte mit dem Ausgang nichts zu tun. Die 28-Jährige zeigte eine sichere, aber nicht allzu gewagte Fahrt und kam mit 1,10 Sekunden Rückstand auf Rang 11. Nach einer hartnäckigen Viruserkrankung war es ihr erster Abfahrts-Start seit Lake Louise im Dezember.

"Ich habe viel verloren im unteren Teil, aber ich bin eben fast zwei Monate keine Abfahrten gefahren, daher fehlt da momentan ein bisschen das Gefühl", so Rebensburg. Nachdem ihr Fokus bei Olympia aber auf dem Riesenslalom liegt, waren ihre Erwartungen ohnehin nicht allzu hoch gewesen und es ging ihr mehr darum, das Heimrennen zu "genießen".

Von den weiteren vier DSV-Starterinnen fuhr Patrizia Dorsch aus Schellenberg mit Startnummer 44 und einem Rückstand von 1,43 Sekunden noch auf einen für sie guten 19. Rang, Meike Pfister (Krumbach) wurde 27. Kira Weidle (Starnberg) verpaste mit Platz 34 die Punkte-Ränge, Michaela Wenig (Lenggries) schied aus.

Generalprobe morgen

Die Abfahrt in voller Länge, gleichzeitig die Olympia-Generalprobe, ist für morgen (Sonntag) um 12.30 Uhr angesetzt - ebenfalls wieder nachzuverfolgen im Liveticker auf sportschau.de.

Thema in: B5 Sport, 03.02.2018, 13.55 Uhr

scho | Stand: 03.02.2018, 14:00

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