Linus Straßer katapultiert sich aufs Podium

Linus Strasser

Parallel-Slalom in Oslo

Linus Straßer katapultiert sich aufs Podium

Linus Straßer hat beim Parallel-Slalom im norwegischen Oslo den dritten Platz erreicht. Bei den Herren gewann der Schwede Andre Myhrer, bei den Damen US-Star Mikaela Shiffrin.

Erstmals überhaupt fand am Holmenkollen ein alpiner Skiweltcup statt. Dafür wurden am Gegenhang der berühmten Skisprungschanze zwei 180 Meter lange Slalomkurse ausgeflaggt. Automatisch qualifiziert waren 16 Starter über die Slalom- sowie Gesamtweltrangliste - die ersten Zwölf der Slalom-Weltcup-Startliste sowie die vier Besten des Gesamtweltcups.

DSV mit vier Startern

Der deutsche Skiverband (DSV) war mit vier Startern vertreten: Lena Dürr, die vor knapp fünf Jahren in einem City Event ihren bisher einzigen Weltcupsieg feierte, und Marina Wallner, die die erkrankte Christina Geiger ersetzte. Ebenfalls qualifiziert gewesen wäre Viktoria Rebensburg, die allerdings auf einen Start verzichtetete. Bei den Herren waren Fritz Dopfer und Straßer mit dabei.

Straßer Dritter - aber noch nicht für Olympia qualifiziert

Und Straßer unterstrich einmal mehr, wie ihm diese City-Events liegen. Vergangenes Jahr gewann der 25-Jährige in Stockholm, diese Mal fuhr er zum dritten Mal in seiner Karriere auf das Podium. Im kleinen Finale setzte sich der Münchner gegen den Briten Dave Ryding durch. "Das ist ein geiles Event und sauspannend - Mann gegen Mann ist top", sagte Straßer im ZDF, nachdem er zuvor Norwegens Slalom-Star Henrik Kristoffersen und den Schweizer Daniel Yule besiegt hatte.

Die Olympia-Norm hat er damit aber noch nicht geschafft: Obwohl City-Events zum Weltcup zählen, fließen sie nicht in die deutsche Qualifikation für die Olympischen Spiele ein. In einem "normalen" Wettbewerb hätte ein dritter Rang zur Erfüllung der deutschen Norm ausgereicht. Straßer aber hat in einem Spezial-Slalom noch keine entsprechenden Ergebnisse vorzuweisen. In Pyeongchang wird der neu ins olympische Programm aufgenommene Mannschaftswettbewerb als Parallel-Slalom ausgetragen.

Dürr scheitert an Shiffrin

Die drei anderen deutschen Starter waren bereits nach der zweiten Runde nicht mehr dabei. Dürr, die 2009 beim Parallel-Slalom in Moskau ihren einzigen Weltcup-Sieg gefeiert hatte, schaffte es gegen Denise Feierabend (Schweiz) noch ins Viertelfinale, verlor dort aber klar mit 0,34 Sekunden Rückstand gegen Shiffrin.

Dopfer scheiterte im Achtelfinale um 0,04 Sekunden an Daniel Yule (Schweiz). "Ich habe auf dem kurzen Stück doch viel Zeit verloren", sagte der Garmischer nach der Niederlage gegen Yule. "Ich habe mir mehr erhofft. Der Januar ist der Slalom-Monat und ich hoffe, dass ich da noch einige Chancen nutzen kann." Wallner unterlag in der ersten Runde der favorisierten Petra Vlhova (Slowakei).

dpa/sid/nho | Stand: 01.01.2018, 18:10

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