Neureuther hält an Olympia-Traum fest

Felix Neureuther

Kein Karriereende

Neureuther hält an Olympia-Traum fest

Felix Neureuther will trotz seines Kreuzbandrisses eine Olympia-Teilnahme nicht abhaken. Der 33-Jährige will in sechs Wochen wieder auf Skiern stehen.

Neureuther will kämpfen und sich den Traum von einer olympischen Medaille doch noch erfüllen: "Egal, ob das mit Olympia klappt oder nicht. Nein, so werde ich nicht aufhören", sagt der Garmisch-Partenkirchener. "Mein Kampfgeist ist geweckt, um wieder dahin zu kommen, wo ich war."

Auf seinen Körper will der Slalomspezialist dabei wenig Rücksicht nehmen: "Ja, es ist mir bewusst, dass das ein Risiko für meine Gesundheit ist, den Versuch mit Olympia zu wagen." Immerhin will er versuchen "das Risiko zu minimieren." Ob das klappen wird, weiß er selbst nicht. Nur elfeinhalb Wochen vor dem Slalom am 22. Februar in Pyeongchang kann er sein Bein nicht einmal durchstrecken und nicht in die Hocke gehen.

Gössner gibt ihm Kraft

Das hält Neureuther aber nicht ab. Sein Plan sieht vor, dass er "in sechs Wochen wieder auf Ski stehe. Ich muss trainieren, bestenfalls ein Rennen vor Olympia fahren. Das ist fest in meinem Kopf eingebrannt", erklärt er und weiß: "Das hat in dieser kurzen Zeit bisher kaum jemand geschafft." Hinter ihm steht dabei auch Freundin Miriam Gössner, die Olympia selbst wegen Verletzungen verpasst hatte. Sie gebe ihm "Kraft, wenn ich Zweifel habe."

So gestärkt, sieht der 33-Jährige die schnelle Rückkehr als "eine große Herausforderung, die für mein späteres Leben sehr wichtig sein kann. Ich will mir später keinen Vorwurf machen." Sollte es klappen, will der leidenschaftliche Skirennfahrer in Südkorea nur den Slalom fahren, "alles andere würde nicht funktionieren".

Olympia geht nur ohne Operation

Neureuther hatte sich am vergangenen Wochenende beim Training in den USA das Kreuzband im linken Knie gerissen und seine Saison zunächst schon für beendet erklärt. Nach der Rückkehr sprach er dann am Montag bereits erstmals davon, es womöglich ohne Kreuzband nach Pyeongchang zu schaffen. Allerdings ist nach einem Arzt-Termin am Samstag nicht klar, wie es weitergeht. Weil das Knie noch zu sehr angeschwollen ist, kann er wohl erst in zwei Wochen operiert werden. Lässt er den Eingriff vornehmen, gibt es keine Chance auf einen Start in Südkorea.

Thema in MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 03.12.2017, 11.40 Uhr

dpa/sid/mla | Stand: 03.12.2017, 11:07

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