Velez-Zuzulova überrascht - deutsche Lichtblicke

Veronika Velez-Zuzulova (SLO), Slalom, Frachau (12.01.16)

Nachtslalom in Flachau

Velez-Zuzulova überrascht - deutsche Lichtblicke

Es war ihr Abend: Beim Nachtslalom in Flachau hat die Slowakin Veronika Velez-Zuzulova die beste Linie gefunden und ihren 3. Weltcup-Sieg gefeiert. Dabei hatte die Topfavoritin aus Schweden das Nachsehen. Aus deutscher Sicht gab es Lichtblicke.

Sie hatten nicht viele ganz oben auf der Rechnung: Veronika Velez-Zuzulova. Die Slowakin fuhr zwei ganz beherzte Läufe und schnappte sich unter Flutlicht den Weltcup-Sieg im österreichischen Flachau. Im ersten Durchgang hatte die Slalomspezialistin bei Schneefall und glitschiger Piste mit 52,15 Sekunden die Bestmarke gesetzt. Und schon da wusste die gestandene 31-Jährige um ihr Erfolgsrezept: "In Santa Caterina habe ich das nötige Selbstvertrauen geholt und hier voll attackiert."

Das bestätigte sie auch im zweiten Lauf und holte sich mit 0,31 Sekunden Vorsprung vor der Tschechin Sarka Strachova den Weltcup-Sieg - ihr dritter ganz großer Erfolg in der Karriere. Als Topfavoritin war die Schwedin Frida Hansdotter gehandelt worden, die nach dem ersten Durchgang 1,32 Sekunden hinter Zuzulova lag. Ein paar Zehntel machte sie im Finallauf noch gut und landete letztendlich als Dritte auf dem Treppchen.

Dürr kommt "richtig in Fahrt"

Lena Dürr

Lena Dürr

Von den sechs gestarteten deutschen Frauen hatte nur das DSV-Trio mit Lena Dürr, Christina Geiger und Maren Wiesler den Sprung unter die besten 30 geschafft. Die besten Karten des Trios hielt die 24-jährige Dürr aus Germering in den Händen, die mit 2,56 Sekunden noch den geringsten Abstand zur führenden Zuzulova aufwies. Das bedeutete Rang 21. War hier noch ein Top-15-Platz drin? Es klappte. Dürr wurde im zweiten Lauf  mutig, leistete sich kaum Fehler und fuhr noch einen 14. Platz heraus. Ein prima Ergebnis, was nach dem zaghaften ersten Durchgang so nicht zu erwarten war. "Ich bin brutal erleichtert. Das war ein Schritt in die richtige Richtung, ich glaube, dass ich jetzt richtig in Fahrt komme", sagte Dürr.

Aber auch Maren Wiesler aus Münstertal steigerte sich und kam auf Rang 17. "Mit dem zweiten Lauf bin ich jetzt relativ zufrieden. Es war recht schwer." Zwei Plätze dahinter reihte sich die Oberstdorferin Christina Geiger ein und sammelte ebenfalls Weltcup-Punkte. DSV-Alpendirektor Wolfgang Meier sah das Abschneiden der deutschen Frauen mit Zuversicht: "Es geht schon langsam vorwärts." Dennoch forderte er eine weitere Steigerung: "Ich glaube wir könnten noch besser, als wir es gerade tun. Wir müssen Schritt für Schritt vorangehen."

jmd/dpa/sid | Stand: 12.01.2016, 21:52

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