Maze überragt alle - Höfl-Riesch stürzt

Tina Maze

Super-Kombination

Maze überragt alle - Höfl-Riesch stürzt

Tina Maze hat die Superkombination in Meribel und damit vorzeitig den Gesamtweltcup gewonnen. Die hoffnungsvoll gestartete Maria Höfl-Riesch stürzte im Slalom und schied aus.

Game, Set and Match: Tina Maze hat ihre überragende Saison gekrönt, die Slowenin gewann die Super-Kombination im französischen Meribel und ist damit auch vorzeitig Disziplin- sowie Gesamtweltcupsiegerin. Mit 82 beziehungsweise 90 Hundertstel Vorsprung auf die zweit- und drittplatzierten Österreicherinnen Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser deklassierte die 29-Jährige einmal mehr die gesamte Konkurrenz.

Riesch will zu viel

Maria Höfl-Riesch (Archivbild)

Maria Höfl-Riesch war als Dritte des Abfahrtslaufs und mit einer halben Sekunde Vorsprung auf die Vierte Elena Curtoni aus Italien mit besten Aussichten auf einen Podestplatz in den Slalom gestartet. Sie stürzte jedoch und schied aus. Beste Deutsche war am Ende Veronique Hronek auf dem geteilten sechsten Platz. Maze hat nach dem Erfolg nun 1.844 Weltcuppunkte auf dem Konto - das sind 958 mehr und dazu weit mehr mehr als doppelt so viele wie die Zweitplatzierte Höfl-Riesch. Maze ist bei acht ausstehenden Rennen damit nicht mehr einzuholen.

Ausrufezeichen von Hoffnungsträgerin Hronek

Die erste wirklich starke Zeit am Nachmittag legte die Österreicherin Michaela Kirchgasser hin. Die bisherige Neunte des Disziplinweltcups fuhr den Slalom in 42,66 Sekunden und erreichte so eine Gesamtzeit von 2:00.44 Minuten. Einige Zeit bildete sie zusammen mit der Kanadierin Marie-Michele Gagnon und Lara Gut aus der Schweiz das Top-Trio - bis DSV-Athletin Veronique Hronek an den Start ging: Die 21-jährige deutsche Hoffnungsträgerin setzte sich mit einer Zeit von 2:01.42 Minuten an die dritte Position.

Die behielt sie einige Zeit - bis die Österreicherin Nicole Hosp sich mit acht Hundertstel Vorsprung auf Kirchgasser die Führung schnappte. Kurz darauf folgte Maria Höfl-Riesch, die alles auf eine Karte setzte. Sechs Zehntel Rückstand hatte sie aus dem ersten Lauf auf die Siegerin Tina Maze, und die wollte sie in Angriff nehmen. Dabei riskierte die 28-Jährige zu viel, stürzte, das Rennen war für sie gelaufen. Tina Maze schließlich blieb in der kombinierten Zeit als einzige unter zwei Minuten: 1:59.54 - der dreifache Sieg für die dominante Fahrerin der Saison.

Überragende Maze in der Abfahrt

Tina Maze (Archivbild)

In der Abfahrtskonkurrenz am Vormittag hatte zunächst die 14. Starterin Daniela Merighetti aus Italien mit 1.16:68 Minuten eine erste starke Zeit hingelegt. Die folgende Hronek hatte sich darauf mit 17 Hundertstel Rückstand auf Platz zwei eingereiht. Die Weltcupzweite Nicole Hosp aus Österreich hatte Merighettis Zeit schließlich knacken können und mit 1,5 Zehntel Vorsprung die Führung übernommen - bis Topfavoritin Tina Maze auf die Piste gekommen ist und mit vollem Risiko 1,25 Sekunden Vorsprung auf Hosp eine überragende Bestzeit hingelegt hat.

Nach dem ersten Durchgang bildete Maze zusammen mit Julia Mancuso und Maria Höfl-Riesch ein Top-Trio mit besten Aussichten aufs Podest: Der Vorsprung Rieschs auf die Vierte des Feldes, Elena Curtoni aus Italien, betrug mehr als eine halbe Sekunde. Am Ende konnte einzig Maze ihre Position halten, Mancuso wurde Vierte.

Tina Maze Play-Icon

Tina Maze gewinnt vorzeitig Gesamtweltcup | 00:47 min | 24.02.2013 | Sportschau | Das Erste

fre | Stand: 24.02.2013, 15:39

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