Neureuther vergibt historischen Sieg
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Riesenslalom
Neureuther vergibt historischen Sieg
Es wurde nichts mit dem ersten DSV-Erfolg im Riesenslalom seit 40 Jahren: Nach Führung am Vormittag patzte Felix Neureuther im zweiten Lauf in Garmisch-Partenkirchen. Den Sieg holte der Franzose Alexis Pinturault.
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Felix Neureuther konnte seine eindrucksvolle Leistung mit Platz eins im ersten Lauf nicht bestätigen. Auf seiner Hausstrecke in Garmisch-Partenkirchen riskierte der DSV-Athlet alles, stürzte beinahe und wurde am Ende 12. Auch Fritz Dopfer, Dritter im ersten Lauf und die zweite Hoffnung des DSV auf den ersten Weltcup-Erfolg eines Deutschen im Riesenslalom seit 40 Jahren, wollte zu viel und stürzte - ausgeschieden.
Neureuther und Dopfer fallen im Weltcup zurück
Den Sieg auf der Kandahar holte der Franzose Alexis Pinturault, Zweiter des ersten Laufs, vor Marcel Hirscher aus Österreich und Ted Ligety aus den USA. Die Weltcupführung behält damit Ligety vor Hirscher und dem Südtiroler Manfred Moelgg. Dopfer und Neureuther, bislang Vierter und Fünfter der Disziplinwertung, werden von Pinturault und dem Sechsten des Rennens Aksel Lund Svindal passiert.
Eine erste starke Zeit im zweiten Durchgang legte Ivica Kostelic hin. Der ehemalige Gesamtweltcupsieger setzte sich mit 1:18,66 Minuten (gesamt 2:35,29) zwischenzeitlich an die Spitze. Eingeholt wurde er schließlich von einem jungen Deutschen: Der 22-jährige Benedikt Staubitzer mit der Startnummer 42 fuhr wie Kostelic 1:18,66 Minuten, war aber im ersten Lauf schneller und übernahm mit einer Gesamtzeit von 2:35,04 Minuten die Führung.
Dopfer scheidet nach Sturz aus
Fritz Dopfer wurde Dritter des ersten Durchgangs.
Staubitzer strahlte und lachte, als seine Bestzeit noch einige Läufer überstand. Erst Tim Jitloff sorgte für eine leichte Eintrübung der Miene des DSV-Athleten, der US-Amerikaner unterbot seine Gesamtzeit um 0,15 Sekunden. Dann wurde Staubitzer aber auch relativ schnell nach hinten durchgereicht: André Myhrer und Massimiliano Blardone setzten sich nacheinander mit jeweils hauchdünnem Vorsprung von weniger als einer Zehntelsekunde an die Spitze. Erneut unterboten wurde die Bestzeit vom Marcel Mathis und dann von Steve Missillier aus Frankreich, der den Österreicher um gleich sieben Zehntel unterbot.
Zwischenzeitlich übernahm noch Marcus Sandell aus Finland die Führung, ehe der Weltcupzweite Marcell Hirscher sich vor ihn setzte. Es folgte der Erste der Disziplinwertung Ted Ligety. Nach Führung bei der Zwischenzeit leistete der sich aber einen kleinen Schnitzer und war am Ende drei Hundertstelsekunden langsamer als Hirscher - Platz zwei. Dann kam Fritz Dopfer. Der bisherige Weltcupvierte und dritte des ersten Durchgangs ging volles Risiko und krachte kurz nach dem Start voll ins vierte Tor. Der 25-Jährige blieb unverletzt, aber das Rennen war damit für ihn vorbei.
Neureuther wolte zu viel
Der bisherige zehnte Alexis Pinturault macht in der Weltcupwertung einen gewaltigen Satz nach vorn.
Der Zweite des ersten Durchgangs, Alexis Pinturault setzte sogleich eine neue Bestmarke: Sechs Hundertstel vor Hirscher übernahm er die Spitze. Die Führung sollte bis zum Ende halten: Der hoffnungsvolle Felix Neureuther wollte zu viel, leistete sich einen dicken Schnitzer, der ihn weit mehr als eine Sekunde Zeit kostete - und den möglichen Sieg: Im ersten Durchgang am Vormittag hatte Neureuther die Führung übernommen, lag nach dem ersten Lauf 24 Hundertstel vor Pinturault in Front. Acht Hundertstel dahinter rangierte da auch noch Dopfer auf Rang drei.
Der bislang einzige deutsche Weltcup-Sieg im Riesenslalom war am 2. März 1973 Max Rieger am Mont St. Anne bei Quebec in Kanada gelungen. Im Januar hatten Dopfer und Neureuther beim Riesenslalom im Schweizer Adelboden überraschend die Plätze zwei und drei belegt.
dpa, sid | Stand: 24.02.2013, 14:08