Neureuther will bis 2018 durchhalten

Felix Neureuther

Wenn der Rücken hält

Neureuther will bis 2018 durchhalten

Felix Neureuther ist vor den wichtigsten Rennen der Saison nicht auf der Höhe. Aber er hat ohnehin längst beschlossen, dass die kommenden zwei Jahre wichtiger sind, als dieses. Sein großes Ziel: Olympia 2018.

In Kitzbühel plagt ihn "nur" ein Schnupfen" - sonst ist es meist der Rücken, der Felix Neureuther zu schaffen macht. Schon seit Jahren plagt sich der Partenkirchner damit herum - vergangenes Frühjahr hatte er sich sogar mit dem Gedanken an das Ende der Karriere beschäftigt. Es kam dann doch nicht so weit, und Neureuther kündigt an, weiter durchhalten zu wollen: "Ich probiere, den Körper so weit zu stabilisieren, dass es für die nächsten zwei Jahre passt." Olympia 2018 ist das große Ziel des 31-Jährigen.

Diese Saison stehen im Ski alpin keine Großereignisse an - deswegen probieren Neureuther und seine Betreuer Neues aus: Bei laufendem Betrieb wollen sie herauszufinden, was gut ist für ihn und was nicht, welche Bewegungen gut sind und welche nicht. Und vor allem: Ob der Rücken hält. "Es ist ein Jahr, in dem man Dinge ausprobieren und lernen kann", sagt Neureuther.

Wenig Training, aber trotzdem passable Ergebnisse

Felix Neureuther

Felix Neureuther

Dass der Rücken nicht überlastet wird, geht nicht ohne Kompromisse ab: Neureuther hat schon vor der Saison zu wenig trainiert, er trainiert auch jetzt viel zu wenig. Die Folge: Die Materialabstimmung lief und läuft nicht so, wie sie laufen müsste. Und: Neureuther fehlen die wichtigen Automatismen in seinem Bewegungsablauf. Neureuther will jetzt aber auch nicht dauernd rumjammern, denn dafür, dass viele Dinge "nicht automatisch passieren", klappt es doch ganz gut. Zweimal hat er schon auf dem Podest gestanden in dieser Saison, am vergangenen Sonntag in Wengen hat er es nur knapp verpasst. "Ich kann echt zufrieden sein", betont Neureuther, "bei der Vorgeschichte ist das echt okay".

Wieviel lässt der Rücken in den kommenden zwei Jahren noch zu? "Ich glaube", sagt Neureuther, "dass ich noch viel rausholen kann aus meinem Körper" - ohne Schmerzmittel und dergleichen. Aber, der neue Weg muss erst noch ausgiebig erkundet werden. Im Moment, gesteht Neureuther ein, "sind wir schon ein Stück stehengeblieben". Und so ist einer wie Henrik Kristoffersen an ihm vorbeigezogen. Neureuther, 31 Jahre alt, ist sich aber nicht zu fein, sich bei dem jungen Norweger, 21 Jahre alt, Sieger von vier der fünf Saisonslaloms, etwas abzuschauen: "Er bringt viel Neues mit, davon kann man lernen."

sid/red | Stand: 22.01.2016, 12:05

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

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Ski Alpin | Weltcupstand Herren

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