Svindal fährt Konkurrenz in Grund und Boden

Abfahrtsläufer in Wengen

Abfahrt in Wengen

Svindal fährt Konkurrenz in Grund und Boden

Die Frage nach dem besten Abfahrer des Winters hat Aksel Lund Svindal auf seine Weise beantwortet. Der Norweger zeigte in Wengen eine fehlerfreie Fahrt und siegte vor zwei Österreichern.

Für Svindal war es der erste Sieg in Wengen. Auf der verkürzten Lauberhornabfahrt feierte er seinen vierten Abfahrtssieg in diesem Winter und zog im Gesamtweltcup wieder an Marcel Hirscher (Österreich) vorbei. Der Einzige, der ihm halbwegs gefährlich werden konnte, war Hannes Reichelt. Der Österreicher, der direkt nach Svindal ins Rennen ging, kam bis auf 19 Hundertstelsekunden an den Norweger heran, jubelte aber über seinen zweiten Platz. Dritter wurde mit Klaus Kröll ein weitzerer Österreicher.

Alle kritischen Schlüsselstellen - Hundschopf, Canadian Corner, Kernen-S, Hanneggschuss und Seilersboden - meisterte Svindal scheinbar mühelos. Im Ziel riss er auch direkt die Arme nach oben. Eer wusste, dass ihm da ein Klasse-Lauf gelungen war. Pech hatte Svindals Landsmann Kjetil Jansrud. Unmittelbar bevor er starten sollte, wurde das Rennen minutenlang unterbrochen. Der Nebel, der sich so langsam in die Strecke geschoben hatte, war zu stark geworden. Jansrud tat diese Pause nicht gut. Als er endlich fahren durfte, war die Sicht noch immer nicht optimal, und so reichte es nur zu Platz zwölf.

Aksel Lund Svindal

Freute sich über eine Klasse-Fahrt: Aksel Lund Svindal

"Ich glaube, ich habe einen guten Lauf hingelegt. Hannes Reichelt und ich hatten aber auch eine bessere Sicht als nach uns Fayed und Ganong, das muss man zugeben", so Svindal. "Es war dunkel, aber man hat gut von Stange zu Stange gesehen."

Sander mit beherztem Rennen

Der einzige deutsche Fahrer im Feld, Andreas Sander (Ennepetal), landete auf einem respektablen 13. Rang. Vor allem im oberen Teil bis zur ersten Zwischenzeit zeigte der 26-Jährige eine erfrischend-beherzte Fahrt und wählte eine sehr enge Linie. Erst im mittleren und unteren Abschnitt verlor er dann doch einiges an Zeit auf die Topläufer. Vor dem kernen-S stellte er seinen Ski quer und meinte hinterher: "Das war ein blöder Fehler. Der Rest war okay." Im Ziel hatte er 2,31 Sekunden Verspätung auf Svindal. Klaus Brandner (Königssee) war in Wengen nicht am Start. Bundestrainer Mathias Berthold schickte ihn zum Europacuprennen nach Radstadt, wo er Punkte für einen besseren Startplatz im Weltcup sammeln soll.

wp | Stand: 16.01.2016, 14:23

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

Name P
1. Mikaela Shiffrin 358
2. Lara Gut 330
3. Sofia Goggia 267
4. Ilka Stuhec 245
5. Wendy Holdener 168

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

Name P
1. Marcel Hirscher 280
2. Kjetil Jansrud 200
3. Alexis Pinturault 184
4. Aksel Lund Svindal 140
5. Mathieu Faivre 129
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