Jansrud gewinnt Weltcup-Premiere

Kjetil Jansrud

Abfahrt in Jeongseon

Jansrud gewinnt Weltcup-Premiere

Diese Strecke ist für alle Rennläufer neu - die Olympiapiste für die Winterspiele Pyeongchang 2018. Beim ersten großen Test auf dem Berg von Jeongseon in Südkorea kam der Norweger Kjetil Jansrud am besten zurecht. Für das deutsche Trio lief es dagegen nicht nach Wunsch.

Die Dominanz der Norweger in diesem Weltcupwinter geht auch in Jeongseon weiter. Am wohlsten fühlte sich auf der Strecke Kjetil Jansrud. Nachdem er schon in beiden Trainingsläufen der Schnellste war, gewann er auch das Rennen selbst. "Das tut gut, darauf habe ich gewartet", sagte Jansrud nach seinem ersten Abfahrtsieg in dieser Saison: "Heute war mein Tag." Auf Rang zwei kam mit 0,20 Sekunden Rückstand der Italiener Dominik Paris vor Steven Nyman aus den USA (+0,41).

Enttäuschter Sander ratlos

Andreas Sander beim Training in Jeongseon

Andreas Sander in Jeongseon nur 27.

Die Mehrheit der Fahrer war angetan von der mit 2,8 Kilometern vergleichsweise kurzen Strecke mit vier großen Sprüngen. Der zweitplatzierte Paris erklärte: "Ich mag den Berg. Es macht Spaß mit den vielen Sprüngen. Die Piste war gut präpariert. Es ist eine gute Abfahrt." Nicht ganz so zufrieden war DSV-Starter Andreas Sander. Er erwischte nach zuletzt fünf Top-20-Resultaten in Serie keinen guten Tag und kam nicht über Rang 27 hinaus. Eine Erklärung hatte er nicht: "Für mich hat es sich nicht so schlecht angefühlt, aber als ich die Zeit gesehen habe ... Ich werde es analysieren müssen." Die Zeit widersprach doch sehr deutlich seinem Gefühl während der Fahrt, am Ende war Sander 1,74 Sekunden langsamer als Jansrud.

Nach seinen guten Trainingsleistungen und den guten Resultaten in den vorangegangenen Rennen war der 26-Jährige enttäuscht und mutmaßte, dass er vielleicht ein wenig Pech mit dem Wind gehabt haben könnte: "Es ist mal windig, mal von vorne, mal von hinten, mal ist gar keiner. Man muss hier Glück haben." Mit Blick auf die Winterspiele 2018 fügte Sander hinzu: "Das könnte ein Problem werden bei Olympia. Das wäre schade, wenn es so wäre." Für Thomas Dreßen hat sich der Ausflug nach Asien dagegen gelohnt. Der 22-Jährige aus Gilching kam im zehnten Rennen seiner Weltcup-Karriere als 30. zum zweiten Mal in die Punkteränge. Klaus Brandner (Königssee) verpasste sie als 35.

Immer wieder Norwegen

Für das Herrenteam der Norweger war es der bereits 17. Sieg in diesem Winter und der sechste in einer Abfahrt. "Das ist unglaublich für uns und etwas ganz Besonderes", sagte Jansrud: "Es ist schon cool, aber man muss auch bescheiden bleiben. Denn es kommt ein neues Jahr - und es kann nicht jedes Jahr so laufen." Genau das hat Jansrud in diesem Winter am eigenen Leib verspürt. In der vergangenen Saison, in der Aksel Lund Svindal wegen eines Achillessehnenrisses im Weltcup fehlte, war er klar die Nummer eins in Abfahrt und Super-G gewesen. Aber in diesem Winter fuhr der Super-G-Olympiasieger von 2014 meist hinterher, nur die Kombination im schweizerischen Wengen hatte er gewinnen können. "Man kann nicht sagen, dass ich nicht so schnell fahre, wenn Aksel da ist. Aber er ist brutal gut gefahren", so Jansrud. Kurioserweise fällt es aber kaum auf, dass Svindal seit seinem Sturz in Kitzbühel fehlt. Nach der Streif gab es vier Rennen - alle gewannen die Norweger.

Stand: 06.02.2016, 10:36

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

Name P
1. Lara Gut 1522
2. Lindsey Vonn 1235
3. Viktoria Rebensburg 1147
4. Tina Weirather 1016
5. Frida Hansdotter 915

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

Name P
1. Marcel Hirscher 1795
2. Henrik Kristoffersen 1298
3. Alexis Pinturault 1200
4. Kjetil Jansrud 1161
5. Aksel Lund Svindal 916
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