Paris entführt Abfahrtssieg aus Norwegen

Dominik Paris

Weltcup in Kvitfjell

Paris entführt Abfahrtssieg aus Norwegen

Die norwegischen Speedspezialisten sind beim Heim-Weltcup in Kvitfjell die Geschlagenen. Der Sieg am Samstag (12.03.16) ging an Dominik Paris. Dabei wäre der Italiener fast noch von einem Sensationsmann überholt worden.

135 Stundenkilometer kurz vor dem Ziel - schneller war keiner. Damit war Dominik Paris der Sieg auf der Olympiastrecke von 1994 nicht zu nehmen. Der 26-jährige Südtiroler musste aber überraschend bis zur Startnummer 24 um den Sieg zittern. Die trug Valentin Giraud Moine, der bis zur letzten Zwischenzeit sensationell vorne lag. Doch im Ziel fehlten dem Franzosen 20 Hundertstel auf Paris - Rang zwei.

Valentin Giraud Moine

Valentin Giraud Moine

Bislang hatte Giraud Moine nur eine einzige Platzierung in den Top 20. Dritter wurde der US-Amerikaner Steven Nyman. "Ich hatte ein gutes Gefühl, den Mittelteil hätte man besser machen können, aber unten war es sehr gut", resümierte Paris.

Spannendes Finale im Abfahrts-Weltcup

Die zwei norwegischen Mitfavoriten Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde belegten die Plätze fünf und sieben. Auch Peter Fill ließ als Zehnter Federn. Damit entscheidet sich erst beim Weltcup-Finale in St. Moritz ab Mittwoch (17.03.16), wer die Kristallkugel für den Sieg in der Disziplinwertung bekommt. Durch seinen Sieg fehlen Paris nur noch vier Punkte auf Teamkollege Fill. Dieser steht nun punktgleich an der Spitze mit dem Norweger Aksel Lund Svindal, der aufgrund seiner schweren Verletzung aber nicht mehr eingreifen kann. Auch Jansrud darf sich mit einem Rückstand von 54 Punkten noch Hoffnungen machen.

Auch Sander beim Weltcup-Finale in St. Moritz dabei

Andreas Sander

Andreas Sander

Eine ordentliche Leistung zeigte Andreas Sander (Ennepetal). Der 26-Jährige hatte im Ziel einen Rückstand von 1,08 Sekunden auf Paris. Das bedeutete am Ende Rang zwölf. Dementsprechend kommentierte Sander seine Fahrt im ZDF: "Es war ein rechter guter Lauf, ich bin sehr zufrieden mit meiner Fahrt." Der Westfale sicherte sich damit die Teilnahme am Weltcup-Finale in St. Moritz. Dort sind die ersten 25 der jeweiligen Weltcup-Wertung startberechtigt, Sander ist genau auf Rang 25 platziert. Klaus Brandner wurde starker 21., auf dem 35. Rang landete Thomas Dreßen (Gilching).

eei | Stand: 12.03.2016, 12:53

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