Dukurs holt sich Gold

Martins Dukurs

Skeleton-WM in Innsbruck

Dukurs holt sich Gold

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Nach vier Läufen sicherte sich der Lette Martins Dukurs in Innsbruck/Igls WM-Gold im Skeleton. Dem Deutschen Axel Jungk blieb der undankbare vierte Platz.

Was für eine Demonstration! Martins Dukurs deklassierte die Konkurrenz auf der Bob- und Rodelbahn in Innsbruck regelrecht. Der Lette war in jedem der vier Läufe der schnellste im Eiskanal. In der Addition nahm er dem Russen Alexander Tretjakow und dem Koreaner Sungbin Yun, die genau zeitgleich blieben und sich damit den Silberplatz teilen, 1,13 Sekunden ab.

Axel Jungk aus Oberbärenburg hatte schon vor dem vierten Lauf keine realistische Chance mehr auf einen Podestplatz. Immerhin verteidigte er aber bei seiner dritten Weltmeisterschaft mit der fünftbesten Laufzeit souverän Rang vier. Sein Rückstand auf Dukurs: 1,87 Sekunden.

Jungks Ärger über die Bahnarbeiter

Axel Jungk

Axel Jungk

"Insgesamt bin ich schon zufrieden mit meiner Leistung", so Jungk in der ARD. Zuvor hatte er allerdings auch Kritik an den Bahnarbeitern geübt, denen er ungeschickten Umgang mit dem teilweise starken Schneefall vorwarf. "Das war schlecht organisiert und deshalb leider unfair", so Jungk, nachdem er im dritten Lauf weiter zurückgefallen war: "Die Bahnarbeiter haben am Start Mist gebaut. Ich hatte schon die Freigabe, und die haben hinten immer weitergefegt. Dadurch war die Spur vorne schon wieder voll, als ich dann endlich starten konnte."

Bundestrainer Müller: Sind nunmal eine Outdoor-Sportart

Bundestrainer Jens Müller relativierte dies allerdings: "Es waren schwierige Bedingungen, aber wir sind nunmal eine Outdoor-Sportart. Ein Protest wäre nicht berechtigt gewesen. Schlecht war auch, dass Axel sich schon am Start so sehr darüber geärgert hat."

Mit Kilian von Schleinitz (Königssee) auf Platz sieben und Michael Zachrau (Oberhof) auf Rang elf landeten zwei weitere Deutsche auf den Plätzen.

Der Endstand nach vier Läufen

1. Martins Dukurs (Lettland) 3:28,84 Minuten
2. Alexander Tretjakow (Russland) + 1,13 Sekunden
2. Yungbin Yun (Korea) + 1,13
4. Axel Jungk (Oberbärenburg) + 1,87
5. Nikita Tregybow (Russland) + 2,12
6. Tomass Dukurs (Lettland) + 2,38
7. Kilian von Schleinitz (Königssee) + 3,09
8. Nathan Crumpton (USA) + 3,28
9. Matthew Antoine (USA) + 3,39
10. Dominic Edward Parsons (Großbritannien) + 3,45
11. Michael Zachrau (Oberhof) + 3,53

Stand: 19.02.2016, 18:08

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