Rodler Loch mit Aufholjagd - Schrecksekunde im Finale

Weltcup in Winterberg

Rodler Loch mit Aufholjagd - Schrecksekunde im Finale

  • Loch fährt noch aufs Podest
  • Fast-Unfall mit Bahnarbeiter
  • Deutscher Dreifachsieg bei den Doppelsitzern

Felix Loch jubelte nach der Fahrt auf den zweiten Platz euphorisch. Der Mann vom SC Berchtesgaden hatte bei komplizierten Bahnverhältnissen nach einem Durchgang noch auf dem zehnten Platz gelegen, als er mit einer hohen Startnummer auf der immer langsamer werdenden Bahn gestartet war. "Ich bin überglücklich. Es waren zwei Super-Läufe. Kevin hat verdient gewonnen, hat den Vorsprung verteidigt. Ich freue mich auf die nächsten Weltcups", sagte Felix Loch. Der Tagessieg ging nach Italien an Kevin Fischnaller, der einen Vorsprung von 0,067 Sekunden ins Ziel rettete. Auf dem dritten Platz landete der Russe Stepan Fedorow.

Palik guter Sechster - Fast-Unfall mit Bahnarbeiter

"Ich bin mit der Leistungssteigerung zufrieden. Bei Felix war zu vermuten, dass er nach vorn fährt", sagte Bundestrainer Norbert Loch. Gut präsentierte sich erneut Ralf Palik (WSC Oberwiesenthal), der sich über den sechsten Platz freuen durfte. Johannes Ludwig (RRC Zella-Mehlis) wurde Elfter, Andi Langenhan (BSR Oberhof) belegte Platz 15.

Einen Fast-Unfall gab es im zweiten Durchgang. Als der nach dem ersten Lauf auf dem zweiten Platz liegende Italiener Theo Gruber aus einer Kurve fuhr, stand ein Arbeiter noch in der Bahn, rettete sich aber noch mit einem Sprung. Gruber fiel auf den neunten Platz zurück. Ob die Italiener Protest einlegen, ist noch offen.

Vorschlag des Bundestrainers abgelehnt

Die Eisbahn von Winterberg war bereits im ersten Durchgang immer langsamer geworden. Bundestrainer Norbert Loch, der alles bereits am Freitag kommen gesehen hatte, hatte vorgeschlagen, vor den letzten 15 Athleten eine Unterbrechung und Eisaufarbeitung einzufügen, um die Bedingungen einigermaßen gerecht zu gestalten. Das wurde aber abgelehnt. "Es ist bei diesen Witterungsbedingungen im November hier immer schwer. Die Bahn wird auch in den Kurven immer langsamer", so Loch.

Deutscher Dreifachsieg bei den Doppelsitzern

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken haben im zweiten Rennen des Winters den zweiten Saisonsieg geholt. Bereits nach dem ersten Durchgang beim Weltcup in Winterberg hatte das Duo einen Vorsprung von 0,215 Sekunden auf die Konkurrenz.

Toni Eggert (oben) und Sascha Benecken

Toni Eggert (oben) und Sascha Benecken (Archivbild)

Die beiden anderen deutschen Paare Tobias Wendl/Tobias Arlt als Zweitplatzierte und Robin Geueke/David Gamm als Dritte komplettierten das rein deutsche Podest. Dabei überholten beide Teams noch die lettischen Sics-Brüder Andris und Juris, die nach einem schwachen Start im zweiten Lauf noch vom Silberrang bis auf Position sechs zurückfielen. "Im Großen und Ganzen ist alles super. Wir haben aber auch Baustellen. Im zweiten Lauf hatten wir einen kleinen Fehler in der fünften Kurve und kurz quergestanden. Aber da muss man ruhig bleiben. Wenn es so läuft wie jetzt, einfach locker bleiben, dann funktioniert das Ganze", sagte Sachsa Benecken kurz darauf am Sportschau-Mikrofon.

Pech hatten die beiden österreichischen Teams. Thomas Steu/Lorenz Koller kamen nach einem Sturz zwar zurück auf den Schlitten und durch das Ziel, hatten aber bereits nach einer Fahrt fast fünf Sekunden Rückstand. Im zweiten Durchgang hatten sie ebenfalls Probleme und erreichten nur die drittschlechteste Laufzeit. Peter Penz/Georg Fischler erreichten ebenfalls nach einem Sturz im ersten Durchgang den Zielstrich nicht.

Thema in: Sportschau, 25.11., ab 09.00 Uhr

rei | Stand: 25.11.2017, 13:24

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