Dominator Loch nicht zu stoppen

Die Rodler Ralf Palik und Felix Loch

Rodel-WM am Königssee

Dominator Loch nicht zu stoppen

Er hat es wieder getan! Felix Loch ist zum fünften Mal Rodel-Weltmeister. Doch der Titel beim Heimspiel am Königssee ist etwas Besonderes für ihn. Und noch ein weiterer Deutscher hatte Grund zum Jubeln.

Zwei Läufe, zwei Mal Bestzeit - der neue Weltmeister Felix Loch ließ der Konkurrenz keine Chance. Auf seiner Heimbahn am Königssee trotzte der 26-Jährige den immer schlechter werdenden Wetterbedingungen und raste souverän zu Gold. Am Ende hatte er mehr als vier Zehntel Vorsprung auf seinen Teamkollegen Ralf Palik, der nach Bronze im Sprint nun überraschend Silber gewann. Auf Rang drei kam der Österreicher Wolfgang Kindl.

"Es ist einfach nur Hammer"

Bundestrainer Norbert Loch und Weltmeister Felix Loch (v.l.)

Bundestrainer Norbert Loch und Weltmeister Felix Loch (v.l.)

Für Loch, der nur wenige Minuten von der Rodelbahn am Königssee entfernt wohnt, ist der 5. WM-Titel etwas ganz Besonderes: "Es ist einfach nur Hammer! Hier zu Hause zu fahren, vor diesem Publikum zu gewinnen. Ich war heute unsicher wegen des Wetters. Dass es beim Fahren passt, wusste ich. Das ist einfach nur schön jetzt. Die ganzen Freunde sind hier, es ist geil!" Auch sein Vater und Bundestrainer Norbert Loch hob die Bedeutung des Titels hervor: "Das ist etwas Besonderes, Felix ist hier aufgewachsen. Wenn man einmal die Chance hat, so ein Rennen zu Hause zu fahren, dann ist das Emotion." Lochs Sieg brachte die fünfte Goldmedaille des Wochenendes für die Gastgeber und damit den neuen Bestwert bei einer Rodel-WM. Eine Entscheidung steht noch aus. Für die Staffel am Nachmittag kündigte Loch an: "Ich hoffe, dass wir den Leuten noch mal richtig was bieten können.“

Palik holt erstmals WM-Silber

Der Rodler Ralf Palik

Ralf Palik jubelt über WM-Silber.

Ralf Palik kam wie schon im Sprint sehr gut mit der Bahn zurecht und brachte zwei super Läufe ins Ziel. Schon nach dem ersten Durchgang war der Oberwiesenthaler die zweitbeste Zeit gefahren: "Ich bin sehr zufrieden. Ich war heute schon sehr aufgeregt, hier bei dieser Kulisse. Deshalb bin ich froh, eine so gute Fuhre nach unten gebracht zu haben. Es sind schwere Bedingungen, aber wir müssen damit klarkommen." Auch im zweiten Lauf behielt Palik die Nerven und kam gut durch. Nur einer war schneller: "Mit der Silbermedaille hab ich das Maximum am Königssee geschafft. Felix ist der Dominator hier. Ich bin einfach nur ausgerastet und habe mein Visier zerstört. Für heute ist alles perfekt.“ Andi Langenhan aus Zella-Mehlis holte Platz fünf, der Oberhofer Johannes Ludwig belegte den enttäuschenden elften Platz.

ake/sid | Stand: 31.01.2016, 14:35

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