Frenzel siegt und knackt deutschen Rekord

Eric Frenzel

Weltcup in Trondheim

Frenzel siegt und knackt deutschen Rekord

27 Sekunden Vorsprung hatte der Nordische Kombinierer Akito Watabe nach dem Springen vor Eric Frenzel. Doch in der Loipe putzte der Weltmeister den Japaner, holte sich am Mittwoch (10.02.16) den Tagessieg im norwegischen Trondheim und stellte nebenbei auch noch einen Rekord auf.

Im abschließenden 10-Kilometer-Lauf hatte Frenzel Watabe schon nach vier Kilometern eingeholt. Die nächsten vier Kilometer liefen die beiden Kontrahenten gemeinsam, bis der 27-Jährige die entscheidende Attacke setzte. Am Ende distanzierte der Olympiasieger den Japaner um 15,9 Sekunden. Dritter wurde der Norweger Haavard Klemetsen mit einem Rückstand von 35,3 Sekunden auf Frenzel.

"Heute wollte ich es wissen, nachdem ich am Dienstag den Sieg noch knapp verpasst hatte. Nach dem Springen war meine Ausgangsposition sehr ordentlich. Und da ich mich in einer sehr guten Laufform fühle, habe ich mein Rennen durchgezogen, ohne auf andere zu schauen", sagte Frenzel.

Ackermanns Rekord überholt

Akito Watabe, Eric Frenzel, Jörgen Graabak (v.l.n.r.)

Akito Watabe, Eric Frenzel, Jörgen Graabak (v.l.n.r.)

Für den Oberwiesenthaler war der Triumph in Trondheim der insgesamt 29. Weltcup-Sieg. Damit knackte er den deutschen Rekord des viermaligen Weltmeisters Ronny Ackermann, der von 1999 bis 2008 insgesamt 28 Siege gefeiert hatte und heute Bundestrainer der Nordischen Kombinierer. In der "ewigen Rangliste" liegt nun nur noch der Finne Hannu Manninen (48 Siege) vor Frenzel. Mit seinem sechsten Saisonsieg baute der Sachse zudem seine Führung im Gesamtweltcup aus, mit 911 Punkten liegt er nun klar vor Watabe (764).

Watabe mit Bestweite - Sturz von Riiber

Beim Springen auf der Granåsen-Großschanze hatte zuvor Watabe mit 137,0 Metern die Tagesbestweite aufgestellt. Frenzel stand die zweitbeste Weite und kam auf 134,0 Meter. Jarl Magnus Riiber sprang sogar auf 135,0 Meter, stürzte dann aber und kam nur auf Platz 10. Der Norweger blieb unverletzt.

Faißt Neunter

Manuel Faißt (Baiersbronn) wurde als zweitbester DSV-Kombinierer Neunter und landete damit direkt vor Johannes Rydzek (Oberstdorf). Fabian Rießle (Breitnau) wurde 25., Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) 28., Tino Edelmann (Zella-Mehlis) schied aus.

ee / dh / sid | Stand: 10.02.2016, 15:56

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