Frenzel muss nach Sturz um Triple-Sieg bangen

Eric Frenzel bei seinem Sturz in Seefeld

Seefeld-Triple

Frenzel muss nach Sturz um Triple-Sieg bangen

Eric Frenzel muss seinen Traum vom Hattrick beim Nordic Combindes Triple in Seefeld wohl begraben. Bei schwierigen Bedingungen stürzte der bisherige Spitzenreiter und muss nun einen großen Rückstand aufholen. Neben Frenzel stürzte noch ein weiterer Deutscher.

Bei ungünstigen Wetterbedingungen an der Großschanze mit starkem Schneefall, stumpfer Anlaufspur und stockendem Schnee im Aufsprunghang konnte Frenzel am Sonntagmittag seinen Sprung auf 97,5 Meter nicht stehen. "Da, wo ich gelandet bin, wurde der Schnee nicht so gut weggemacht", erklärte Frenzel, der zum Glück unverletzt blieb. Durch den Sturz büßte der Oberwiesenthaler seine Führung im Gesamt-Wettkampf ein. Frenzel geht in den 10-Kilometer-Langlauf ab 15 Uhr mit einem Rückstand von 56 Sekunden auf Spitzenreiter Akito Watabe ins Rennen, der mit einem Satz auf 98 Meter die Spitzenposition übernahm.

Frenzel: "Versuche, Wut zu kanalsieren"

Eric Frenzel bei seinem Sturz in Seefeld

Eric Frenzel: "Ich werde Vollgas geben."

"Ich versuche, die Wut zu kanalisieren und vielleicht noch nach vorn zu laufen. Ich werde Vollgas geben", kündigte Frenzel an, der vor dem Springen noch einen Vorsprung von 24 Sekunden auf Watabe hatte. Der Rückstand auf den starken Japaner dürfte auf die kurze Distanz von zehn Kilometern aber kaum aufzuholen sein. "Man hat gestern gesehen, dass Eric in einer super Laufform ist. Ich würde ihm wünschen, dass er es packt", sagte Frenzels Teamkollege Fabian Rießle, der als Dritter mit einem Rückstand von 30 Sekunden auf Frenzel ins Rennen geht.

In Reichweite von Rießle, der bei 97 Metern landete, startet der starke norwegische Läufer Joergen Graabak (95 Meter). Der 24-Jährige hat nur sechs Sekunden Rückstand auf Rießle. Auch Österreichs Bernard Gruber (95 Meter) und Johannes Rydzek (93,5 Meter) als Sechster und Siebter mit 16 Sekunden und 19 Sekunden Abstand zu Rang drei dürften sich Hoffnungen auf das Podest machen.

Edelmann, Faisst und Kircheisen mit großem Abstand

Größeren Abstand haben die weiteren deutschen Starter. Tino Edelmann kam auf 93,5 Meter und geht als Elfter 2:09 Minuten hinter Watabe ins Rennen. Manuel Faisst startet als 20. (95 m/+ 2:39 min), Björn Kircheisen als 28. (89 m/+ 3:53 min).

Spektakulärer Sturz von Jakob Lange

Nicht an den Start gehen wird Jakob Lange, der ebenfalls wie Frenzel stürzte. Der Kiefersfeldener konnte einen Sprung auf 91 Meter ncht stehen und überschlug sich mehrfach. Der 20-Jährige zog sich in dem spektakulären Sturz keine größeren Verletzungen zu. Der deutsche Mannschaftsarzt Stefan Pecher konnte in der ARD Entwarnung geben: "Die Verletzung ist weniger schlimm als am Anfang gedacht. Es ist eine Innenbandzerrung am Knie und eine Schuhrandprellung. Die Psyche ist stärker verletzt als der Körper. Jakob kann kann wieder laufen. Für mich hat es mehr Überredungskunst gebraucht, ihn aus dem Langlauf zu nehmen."

Mehrfache Verschiebungen am Sonntag in Seefeld

Schneeregen bei der Nordischen kombination in Seefeld

Schneeregen beim Kombi-Springen in Seefeld.

Vor dem Sprungwettkampf war bei den Kombinierern am Sonntag viel Geduld gefragt. Das eigentlich für 11.30 Uhr geplante Springen mit zwei Sprungläufen wurde zunächst immer wieder verschoben, dann auf einen Sprung gekürzt. Schneefall und Schneeregen machten den Organisatoren zu schaffen und ließen kein zeitigeres Springen zu.

Schon beim Saisonstart Ende November im finnischen Kuusamo war kein Wettbewerb in der Nordischen Kombination möglich gewesen. Anschließend wurden auch die Weltcups in Klingenthal und Schonach wegen widriger Witterungsbedingungen gestrichen. Die Wettbewerbe in Chaux-Neuve mussten zudem um eine Woche nach hinten verschoben werden.

dh/ake/dpa | Stand: 31.01.2016, 14:00

Nordische Kombination | Weltcupstand Herren

Name P
1. Johannes Rydzek 330
2. Eric Frenzel 294
3. Björn Kircheisen 205
4. Akito Watabe 186
5. Fabian Rießle 182

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