DSV-Kombinierer Zweite im Team

Fabian Rießle nach Team-Staffel in Schonach (04.03.2016)

Weltcup-Finale in Schonach

DSV-Kombinierer Zweite im Team

Im Teamwettbewerb der Nordischen Kombinierer in Schonach hat sich das deutsche Quartett mit dem zweiten Platz begnügen müssen. Dabei hatte Schlussläufer Fabian Rießle den Sieg schon vor Augen.

Im einzigen Staffelwettbewerb der Nordischen Kombinierer haben die DSV-Läufer den zweiten Platz belegt. Manuel Faißt (Baiersbronn), Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Johannes Rydzek (Oberstdorf) und Fabian Rießle (Breitnau) mussten sich nach einem Sprung und 4x5 Kilometer knapp dem Team aus Norwegen geschlagen geben. Dabei stürzte Schlussläufer Rießle auf der Zielgeraden und musste seinem Kontrahenten Jörgen Graabak den Vorrang lassen. Platz drei ging an Österreich (+22,9 Sekunden).

Zweikampf Deutschland Norwegen

Bei dichtem Schneetreiben entwickelte sich von Anfang an ein Zweikampf zwischen Deutschland und Norwegen. DSV-Startläufer Faißt ging mit 24 Sekunden Vorsprung aus dem Springen in die Loipe. Allerdings musste er sich des starken Magnus Moan erwehren. Die Norweger hatten ganz auf ihre Laufstärke  gesetzt und ihren guten Springer Haavard Klemetsen draußen gelassen. Schon nach der ersten von zwei 2,5-Kilometer-Runden hatte der Team-Olympiasieger den Rückstand vom Springen wettgemacht. Teil zwei der Mission misslang jedoch, denn Faißt ließ sich bis zum Wechsel nicht abschütteln.

Aber umgekehrt konnte Frenzel an Position zwei den als schwächsten Norweger eingeschätzten  Jan Schmid auch nicht entscheidend distanzieren. Der gebürtige Schweizer parierte jeden Antritt von Frenzel, erst kurz vor dem Ziel konnte der Sachse drei Sekunden zwischen sich und Schmid zu legen.

Taktische Spielchen

Magnus Krog hatte keine Mühe auf Johannes Rydzek aufzuschließen. Danach ließ der Norweger den Deutschen die Führungsarbeit machen, ehe Rydzek bei Halbzeit durch hartnäckige Stehversuche Krog überzeugen konnte, auch einmal den Schneepflug zu spielen. Kurz vor dem Wechsel trat Rydzek dann noch einmal an, um ein kleines Loch zu reißen. "Das war moralisch wichtig, um zu zeigen, wir sind noch dabei", sagte er nach dem Rennen.

Rießle stürzt auf der Zielgeraden

Fabian Rießle nach Team-Staffel in Schonach (04.03.2016)

Entscheidend weg kam er jedoch nicht, und so entwickelte sich auf den letzten fünf Kilometern erneut ein taktisches Spielchen, nun zwischen Jörgen Graabak und Fabian Rießle. Beide verließen sich so sehr auf ihre Sprintfähigkeit, dass sie Österreichs Schlussläufer Philipp Orter gefährlich nahe kommen ließen. Erst am letzten Anstieg trat Graabak ernsthaft an. Rydzek versuchte mehrfach vorbeizugehen und nahm, als Graabak geschickt zumachte, die Außenbahn. Wenige Meter vor dem Ziel hatte er den Norweger erreicht und auch die höhere Endgeschwindigkeit. Doch Rießle stürzte, und Graabak lief den Sieg nach Hause. Ein Protest des DSV wurde abgelehnt. Bundestrainer Weinbuch reagierte enttäuscht: "Fabi war schneller und in seiner Spur. Ich finde es traurig, dass die Jury nicht im Sinne der Fairness entschieden hat."

Frenzel springt Schanzenrekord

Eric Frenzel beim Springen in Schonach (04.03.2016)

Eric Frenzel

Im Springen am Vormittag war Olympiasieger Frenzel der herausragende Athlet. Der 27-Jährige stellte mit 107 Meter einen neuen Schanzenrekord auf und entthronte damit seinen Dauerkonkurrenten Akito Watabe, der nur wenige Minuten vorher die Bestmarke auf 106,5 Meter geschraubt hatte. "Das habe ich gar nicht so mitbekommen", sagte Frenzel zur Vorlage des Japaners. "Ich habe mich auf meinen Sprung konzentriert." Auch Fabian Rießle war zufrieden. Nach schwachen Versuchen in der Probe erzielte er in seiner Gruppe mit 98 Meter die Bestweite: "Da fällt eine kleine Last von mir ab. In Schonach hatte ich bislang noch keinen guten Sprung."

dko/dpa/sid | Stand: 04.03.2016, 11:37

Nordische Kombination | Weltcupstand Herren

Name P
1. Johannes Rydzek 200
2. Wilhelm Denifl 102
3. Akito Watabe 96
4. Mario Seidl 95
5. Eric Frenzel 94

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