Deutsche krönen Aufholjagd - norwegisches Drama

Johannes Rydzek und Fabian Rießle

Nordische Kombination Teamsprint

Deutsche krönen Aufholjagd - norwegisches Drama

Was war das für eine Aufholjagd: Beim ersten Weltcup-Teamsprint des Winters ist der Plan der deutschen Kombinierer bestens aufgegangen und bescherte Johannes Rydzek und Fabian Rießle den obersten Podestplatz. Tragisch ging es für die Norweger aus, die im Springen die Bestmarke gesetzt hatten. Hervorragende Vierte wurden Tino Edelmann und Manuel Faißt, die durch das Pech der Skandinavier noch einen Rang gut machten.

Die Bestmarke nach dem Springen hatten die Norweger Jan Schmid und Jarl Magnus Riiber gesetzt, die mit 57 Sekunden Vorsprung vor dem DSV-Duo in die Loipe gegangen waren. Jeweils fünf Runden mussten auf der 1,5-Kilometer-Strecke gelaufen werden – wie gemalt für die Verfolger. Kontinuierlich verkürzten Rydzek und Rießle den Abstand zu den Skandinaviern. In der vierten Runde spürte Schmid dann endgültig den Atem von Rydzek – die Deutschen waren dran.

"Ich kann wirklich ganz gemütlich zu Ende laufen"

Johannes Rydzek und Fabian Rießle

Dann begannen die taktischen Spielchen – und Rydzek übergab im Schlussabschnitt als Erster auf Rießle. Hinter ihm ging Riiber mit 1,8 Sekunden Rückstand in die Spur. Doch den Pechvogel vom Sonnabend, als er im Einzel den falschen Weg wählte und disqualifiziert wurde, erwischte es schon wieder. Diesmal zog sich der Norweger eine Schulterverletzung zu. Deshalb war der Weg endgültig frei für Deutschland.

Trotz des Missgeschicks des Gegners sprach Johannes Rydzek von einer "coolen Aufholjagd" und war sich sicher, dass die beiden DSV-Athleten "den Sieg sicher auch ohne Sturz hinbekommen" hätten. Fabian Rießle hatten die Trainer einen angeblichen Stockbruch des Norwegers signalisiert: "Ich habe mich umgedreht und niemanden gesehen. Da wusste ich: Ich kann wirklich ganz gemütlich zu Ende laufen."

Edelmann und Faißt schieben sich auf Vier

Manuel Faißt

Manuel Faißt

Die Klassebilanz der Deutschen komplettierten Tino Edelmann und Manuel Faißt, die von dem Pech der Norweger profitierten und als Vierte noch einen Rang gut machten. "Es hat nicht ganz gereicht. Aber die anderen haben für uns ja die wichtigen Punkte in der Nationenwertung geholt. Wir können als zweites Team auch mit dem vierten Platz zufrieden sein", sagte Faißt nach dem Rennen.

jmd/sid | Stand: 20.02.2016, 15:36

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