Frenzel mit taktischer Meisterleistung

Eric Frenzel beim Sieg in Ramsau

Nordische Kombination in Chaux-Neuve

Frenzel mit taktischer Meisterleistung

Es geht fast nicht zu toppen: Beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Chaux-Neuve hat Eric Frenzel mit einer taktischen Meisterleistung den Sieg eingefahren. Als Zugabe schlüpfte ein Deutscher ins Gelbe Trikot.

Was war das für ein Rennen: Olympiasieger Eric Frenzel hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im französischen Chaux-Neuve seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Und es war ein überlegener Erfolg, der taktisch klug von ihm herausgefahren wurde. Für die Entscheidung über 10 Kilometer kam nur ein Quartett in Frage, dass sich deutlich vom Feld abgesetzt hatte. Neben dem Oberwiesenthaler Frenzel hatten sein Teamkollege Johannes Rydzek, der Österreicher Bernhard Gruber und der Japaner Akito Watabe die besten Karten.

Das Ass aber hielt Frenzel in der Hand. Der 27-Jährige wollte es nicht auf eine Sprintentscheidung ankommen lassen und fuhr rund einen Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke. Der Stich saß und der Sachse heimste den 25. Einzel-Sieg seiner Karriere ein. "Es war ein sehr hartes Rennen. Ich konnte viel Führungsarbeit machen. Ich musste zeitig attackieren, das hat wohl meine Gegner zermürbt", verriet Frenzel seine Erfolgsrezept. Die Plätze teilten sich Bernhard Gruber und Akito Wakabe. Johannes Rydzek fehlte zum Schluss etwas die Kraft, sodass für ihn Platz vier notiert wurde.

Rießle schnappt sich das Gelbe Trikot

Fabian Rießle

Fabian Rießle

Das war aber noch nicht alles an Erfolgsmeldungen aus deutscher Sicht. Als Zugabe eroberte Fabian Rießle aus Breitnau mit einem fünften Platz das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup. Ihm dicht auf den Fersen ist allerdings der Tagessieger. Frenzel darf sich berechtigte Hoffnungen machen, als erster Kombinierer der Geschichte zum vierten Mal in Folge die große Kristallkugel zu gewinnen. Mit 291 Punkten liegt er nur drei Zähler hinter Rießle. Der bisherige Spitzenreiter Magnus Krog aus Norwegen erwischte einen rabenschwarzen Tag und ging als 31. komplett leer aus.

Die anderen DSV-Starter schafften es nach mäßigen Leistungen auf der Schanze nicht ins Vorderfeld. Manuel Faißt (Baiersbronn) kam als 14. ins Ziel, Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Jakob Lange (Kiefersfelden) folgten auf den Rängen 18 und 28. Weltcup-Debütant Anton Schlütter (Zella-Mehlis) ging als 43. leer aus.

jmd/dpa | Stand: 23.01.2016, 14:39

Darstellung: