Riesiger Rießle verteidigt Gelb

Fabian Rießle jubelt naxch seinem Sieg in Chaux Neuve (24.01.2016)

Weltcup in Chaux-Neuve

Riesiger Rießle verteidigt Gelb

Die deutschen Kombinierer haben das Weltcup-Geschehen nach der langen Wettkampfpause dominiert: Nach dem Sieg von Eric Frenzel am Samstag stand am Sonntag Fabian Rießle ganz oben auf dem Podest.

Was für eine Weltcup-Rückkehr der deutschen Kombinierer: Erst jubelte Eric Frenzel, dann jubelte Fabian Rießle und am Schluss feierten die beiden Deutschen gemeinsam. Frenzel schnappte sich am Samstag den Einzelsieg und landete einen Tag später bei der zweiten Einzelentscheidung beim Weltcup in Chaux-Neuve (Frankreich) auf dem zweiten Platz. Der Tagessieg ging an Fabian Rießle. Er verteidigte mit seinem zweiten Sieg des Winters auch das Gelbe Trikot des Weltcup-Besten.

Rießle explodiert am Hügel

Rießle und Frenzel waren in einer fünfköpfigen Gruppe vornweg gelaufen. Auf der Schlussrunde setzte Rießle dann zur Attacke an. Mit einem explosiven Antritt am letzten Hügel schüttelte er seine Verfolger entscheidend ab. "Ich habe mich sehr gut gefühlt und mir überlegt, ein langes Ding zu wagen. Schön, dass es geklappt hat." Der Kampf um das Gelbe Trikot sei ein zusätzlicher Ansporn gewesen. Rießle lachend: "Ich wusste, dass ich vor Eric landen muss, damit es klappt." Frenzel, der auf der 10-km-Strecke die meiste Führungsarbeit leistete, wollte "vor allem den Abstand zur nächsten verfolgergruppe nicht geringer werden lassen“ und drückte deshalb auf die Tube."

Rydzek kommt als Sechster an

Frenzel und Rießle waren nach dem Springen gemeinsam mit Watabe und den beiden Norwegern Magnus Jarl Riiber (Sprungsieger) und Haavard Klementsen in der Spitzengruppe vornweg gelaufen. Sie hatten rund 20 Sekunden Vorsprung auf die nächsten Verfolger um Johannes Rydzek und Joergen Graabak (Norwegen). Dieser blieb lange konstant, erst auf der Schlussrunde kamen sie näher. Am Ende wurde Graabak Vierter (+10,3 s) und Rydzek Sechster (+12,5 s).

Springen: Frenzel mit dem weitesten Satz

Eric Frenzel

Eric Frenzel in Seefeld

Am Morgen hatte der Oberwiesenthaler Frenzel mit 118,5 Meter den weitesten Sprung des Tages gestanden, weil er mehr Bonuspunkte abgezogen bekam, ging er aber "nur" als Dritter in den Skilanglauf über 10 Kilometer. Sein Rückstand auf den führenden Riiber betrug nur vier Sekunden. Zwischen den beiden hatte sich mit Haavard Klemetsen bei einem Rückstand von zwei Sekunden auf Riieber ein weiterer Norweger platziert. Rießle lag acht Sekunden hinter dem Sprungsieger Riiber.

sst | Stand: 24.01.2016, 14:14

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