Hanna Kolb überrascht beim Sprint in der Schweiz
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Tour de Ski
Hanna Kolb überrascht beim Sprint in der Schweiz
Kikkan Randall und Finn Haagen Krogh haben den einzigen Sprint der Tour de Ski gewonnen. Während der Sieg der Kanadierin im schweizerischen Münstertal erwartet wurde, war es der des Norwegers eher nicht. Hanna Kolb überraschte mit einem vierten Platz. Denise Herrmann verteidigte ihre gute Gesamtplatzierung.
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Kikkan Randall setzte sich im schweizerischen Münstertal souverän im Finale gegen die Norwegerinnen Ingvild Flugstad Östberg und Heidi Weng durch. Damit sammelte die Prologsiegerin von Oberhof wertvolle 60 Bonussekunden für die Tour-Wertung. Hervorragende Vierte wurde Hanna Kolb. Die 21-Jährige aus Buchenberg freute sich riesig im Ziel: "Ich habe auf der Strecke gemerkt, dass ich mit den anderen mitlaufen kann. Ich weiß, ich habe eine richtig gute Form". Mit ihrer Finalteilnahme schaffte Kolb nicht nur ihre beste Weltcup-Platzierung, sondern zugleich auch die direkte Qualifikation für die WM. Auch Bundestrainer Frank Ullrich lobte: "Das war unheimlich wichtig für das gesamte Team. Jetzt lastet nicht mehr alles auf Denise. Wir haben zum zweiten Mal in dieser Saison eine Sprinterin ins Finale gebracht, das tut dem gesamten Team gut."
Herrmann verteidigt vierten Platz in der Gesamtwertung
Denise Herrmann aus Oberwiesenthal verteidigte mit einem achten Platz ihren vierten Rang in der Gesamtwertung der Tour. Die 24-Jährige hatte sich nach einer souveränen Vorstellung im Viertelfinale möglicherweise mehr vorgenommen, war aber im Halbfinale gegen starke Konkurrenz wie Charlotte Kalla (Schweden) und Heidi Weng chancenlos, und schaffte es auch nicht über die Lucky-Looser-Regelung in den Endlauf. Mit Sandra Ringwald und Katrin Zeller hatten sich zwei weitere Deutsche für die Finalläufe der besten 30 qualifiziert.
Führende in der Tour-Gesamtwertung bleibt die Polin Justyna Kowalczyk. Auf den Plätzen liegen nach dem Sprint die Norwegerinnen Therese Johaug und Kristin Stoermer Steira. Letztere profitierte im Halbfinale von der Teamarbeit ihrer Landsfrau Östberg, die eigene Ambitionen zurückstelllte und Steira auf den sicheren zweiten Platz vorließ.
Überraschungssieg bei den Männern
Bei den Männern setzte sich überraschend der Norweger Finn Hagen Krogh durch. Er gewann vor dem Italiener Frederico Pellegrino und dem Kanadier Len Valjas. Der als Topfavorit gehandelte Sprintspezialist Emil Jönsson aus Schweden stürzte im Finale ebenso wie der Schweizer Dario Cologna. Der Toursieger des vergangenen Jahres wurde noch Vierter, verpasste aber knapp den Sprung an die Spitze der Gesamtwertung. Sein härtester Konkurrent, Petter Northug aus Norwegen, scheiterte in seinem Halbfinale an drei Schweden, sodass weiterhin Maxim Wylegschanin (Russland) das Rote Trikot des Spitzenreiters trägt.
DSV-Starter scheitern in der Qualifikation
Die Deutschen spielten keine Rolle. Keiner der sieben DSV-Starter qualifizierte sich für die Finalläufe der besten 30. Bester war noch Youngster Hannes Dotzler (Sonthofen) als 47. Tobias Angerer wurde 52. und meinte anschließend: "Ich habe keine Ahnung, wo ich die Zeit liegengelassen habe. Ich bin gerade etwas rat- und sprachlos." Er habe sich auf der 1,4 Kilometer langen Strecke gut gefühlt, sagte der Vachendorfer, der immer noch mit dem Gedanken spielt, die Tour vorzeitig zu verlassen.
Nächste Tour-Etappe in Toblach - Aus für Fessel
Die nächste Tour-Station ist das italienische Toblach. Am Donnerstag starten Damen und Herren zur längsten Etappe über 15 bzw. 35 Kilometer. Sie nehmen dabei die Zeitrückstände aus der Gesamtwertung als Handicap mit ins Rennen.
Nicole Fessel
Nicht mehr dabei ist Nicole Fessel. Die Oberstdorferin war wegen eines grippalen Infektes nicht mehr zum Sprint angetreten. Am Neujahrsmorgen hatte sie immer noch Fieber, so dass ein Start unmöglich wurde. Vor ihr hatten schon Tim Tscharnke aus Biberau und der Bad Lobensteiner Axel Teichmann wegen Magen-Darm-Erkrankungen die Tour vorzeitig beendet.
kos / sid / dpa | Stand: 01.01.2013, 17:49