Russen kochen Petter Northug ab
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Tour de Ski
Russen kochen Petter Northug ab
Maxim Wylegschanin hat die Führung in der Tour de Ski übernommen. Im 15-Kilometer-Handicap-Rennen setzte sich der Russe im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe gegen seinen Landsmann Legkow durch. Platz drei ging an Petter Northug (Norwegen). Andy Kühne und Jens Filbrich sorgten für kleine Lichtblicke im DSV, der allerdings einen weiteren Ausfall verkraften muss.
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Anders als im Damenrennen versuchte Tourfavorit Petter Northug nicht, seinen Vorsprung samt Bonussekunden aus dem Prolog zu verteidigen. Sehr schnell schob sich eine Spitzengruppe zusammen, zu der neben Legkow und Wylegschanin noch deren Landsmann Ilja Tschernoussow, der Schweizer Titelverteidiger Dario Cologna sowie der Finne Matti Heikkinen und der Kanadier Alex Harvey gehörten.
Northug im Schlusspurt ohne Chance
Da von hinten keine Gefahr drohte, lieferten sich die sieben ein taktisches Rennen. Erst in der letzten Runde wurde angegriffen. Heikkinen und Tschernoussow mussten abreißen lassen. Im Sprint hatte dann überraschend Northug, der offenbar nicht das beste Material hatte, keine Chance. Den Sieg machten Wylegschanin und Legkow unter sich aus, ersterer gewann im Fotofinish.
Teichmann krank - Filbrich und Kühne springen nach vorn
Die Deutschen mussten zunächst ihren zweiten schweren Ausfall der Tour verkraften. Nachdem der frisch gebackene Weltcup-Sieger Tim Tscharnke wegen Magenproblemen bereits zum Prolog nicht angetreten war, verzichtete am Sonntag Ex-Weltmeister Axel Teichmann aus ähnlichen Gründen. "Axel hatte in der Nacht Magen-Darm-Probleme", bestätigte Bundestrainer Frank Ullrich. In die Bresche sprangen Andy Kühne aus Oberwiesenthal und Lokalmatador Jens Filbrich. Kühne verbesserte sich von Platz 31 auf 11, einen noch größeren Sprung machte Filbrich, den es von Rang 47 auf Rang 13 katapultierte. Der Oberhofer machte auf seiner Heimstrecke von Beginn an Druck. Zwischenzeitlich schien sogar der Anschluss zur ersten Verfolgergruppe um den Tschechen Lukas Bauer möglich. Gegen Ende ließ jedoch das Material nach, und Filbrich musste all seine Kämpferqualitäten zeigen, um seinen guten Platz zu verteidigen.
Angerer muss abreißen lassen
Auch Tobias Angerer beteiligte sich lange an der Aufholjagd. In der zweiten Rennhälfte musste der Vachendorfer aber aus der Filbrich-Gruppe abreißen lassen und fiel auf den 26. Platz zurück. Hannes Dotzler schaffte das Kunststück, von Rang 68 noch 28 und damit in die Punkte zu laufen. Andreas Katz (32.), Thomas Bing (34.) und Tom Reichelt (37.) verpassten diese knapp. Nach einer Ruhepause am Silvestertag geht es am 1. Januar mit einem Sprint im Schweizer Münstertal weiter.
kos/dpa/sid | Stand: 30.12.2012, 16:17